Zwei neue Bronzeglocken erklingen ab sofort mehrmals täglich in St. Konrad von Parzham in Falkensee. Im gleichen Zuge wurden auch die erneuerte Sakristei und die Jugendräume in Betrieb genommen.
„Jetzt hängen die Glocken schon! Mit einem großen Kran sind sie hochgehoben worden.“ Pfarrer Thorsten Daum freut sich über die Neuerung in der Kirche St. Konrad von Parzham in Falkensee. Zwei neue Bronzeglocken konnte Erzbischof Heiner Koch dort am 22. April weihen. Sie ersetzen die alte beschädigte Eisenglocke von 1914.
Erzbischof Heiner Koch ging in seiner Ansprache auch auf die Inschriften der beiden Glocken ein: Auf der großen, nach dem Kirchenpatron „Konrad von Parzham“ genannt, steht „Ich stehe an der Tür und klopfe an“ – ein Bezug auf das Leben des heiligen Mönchs und Klosterpförtners. Die kleinere St.-Marien-Glocke trägt die Inschrift „Magnificat anima mea Dominum“, „Meine Seele preist die Größe des Herrn“ – den Beginn des großen Lobpreises Mariens, den sie nach der Verkündigung singt. „Der Name bezieht sich nicht auf die Pfarrkirche in Spandau“, erklärt Pfarrer Daum, „sondern erinnert an die geschlossenen Standorte Maria Rosenkranzkönigin in Schönwalde und Regina Pacis in Finkenkrug.“ Mitfinanziert worden seien die beiden neuen, in Westfalen gegossenen Glocken auch durch viele Spenden, ist Pfarrer Daum dankbar.
Mit den beiden Glocken, deren Geläut harmonisch abgestimmt ist auf das der beiden evangelischen Nachbarkirchen, kamen weitere Neuerungen nach Falkensee: So wird erstmals nicht mehr per Seil von der Orgelempore aus geläutet, sondern mit einem elektronischen Läutwerk. „Das ermöglicht uns jetzt auch, die Tagzeiten zu läuten“, so Pfarrer Daum, „zumindest mittags und abends“.
Auch Bauwagen mit Jugendräumen gesegnet
Im gleichen Zuge, erzählt Pfarrer Daum weiter, habe man auch die Sakristei erneuert: „Die Ministranten waren ganz schön baff, als sie die gesehen haben.“ Und da für die wachsende Gemeinde die Räumlichkeiten zu klein sind, wurden die Jugendräume in einem beheizbaren Bauwagen eingerichtet. Besonders freut sich der Pfarrer darüber, dass von den Jugendlichen der Wunsch ausging, der Erzbischof möge auch gleich ihren Bauwagen segnen. Und der sei diesem Ansinnen auch sofort nachgekommen.