Mehr von der Gotteslob-Künstlerin

Die Zeichnungen der Kölnerin Monika Bartholomé sind auf das Wesentliches reduziert. Foto: Walter Plümpe

Nutzern des neuen Gotteslob sind die Zeichnungen von Monika Bartholomé vertraut, die sich dort auf vielen Seiten finden. Bis zum 14. Januar widmet sich eine Berliner Ausstellung ihrem Gesamtwerk.

Die Stiftung Brandenburger Tor gibt im Max Liebermann Haus, gleich neben dem Brandenburger Tor, auf zwei Geschossen einen Überblick über das Lebenswerk der 1950 geborenen Kölner Künstlerin Monika Bartholomé.

Mit welcher Haltung sie das 2013 aufgelegte Gotteslob bebildert hat, beantwortet die Künstlerin so: „Ich wollte auf keinen Fall illustrieren. Mir ging es um die Menschen, die in der Kirche sitzen, nicht um die Institution Kirche. Diese Intimität, die sich zwischen Buch und dem Einzelnen ergibt, die gefällt mir. Insofern habe ich mir vorgestellt, dass die Linien sich verhalten wie Menschen, die zum Beispiel gehalten und gestützt werden. So sind Bleistift- und Pinselzeichnungen entstanden, die entweder eine ganze oder eine halbe Seite einnehmen.“ Ein großes Ziel war es für Monika Bartholomé, die Eigenständigkeit der Zeichnungen im Gotteslob zu erhalten. Eine direkte Zuordnung zu einem Lied oder Gebet wollte sie verhindern. Das Anliegen, eigenen Interpretationen Raum zu geben, wird auch in ihren Werken deutlich, die derzeit in Berlin zu sehen sind.