Kooperative Standortnutzung

Diese vier Bilder würde ich einzeln stellen und mit kurzen Teasertexten versehen, die dann noch woanders hin verlinkt werden können.

Ist unsere Kirche offen und einladend?

Viele Menschen spüren: in teils leerstehenden Gemeindestandorten steckt Potenzial. Manche Gemeinden wären gern offener, möchten ihre Gebäude stärker teilen und stoßen dabei doch auf Grenzen. 

Die Fragen, die sich rund um die Öffnung von Gemeindezentren und Kirchen stellen, sind auch pastorale Zukunftsfragen:

  • Wie können Gemeinderäume wieder stärker Teil der Nachbarschaft werden?
  • Unter welchen Bedingungen können sie anderen zugänglich gemacht werden?
  • Welche Formen der Mitnutzung oder Kooperation sind realistisch – und welche Grenzen gilt es zu achten?
  • Welche Unterstützung brauchen die Gemeinden, um Räume zu teilen?
  • Und: Könnte es für eine Gemeinde eine positive Erfahrung sein, Gast in der eigenen oder anderen Kirche zu werden – und Neues zu entdecken?

Im Themenfeld kooperative Standortnutzung bündeln wir Impulse und Ansätze, wie kirchliche Orte gemeinsam mit starken Partnern zu lebendigen Orten der Begegnung werden können. 

Gemeinsam neue Perspektiven für Kirchen und Gemeindehäuser entwickeln
Gemeinsam neue Perspektiven für Kirchen und Gemeindehäuser entwickeln

„Die aktuelle Lage verschärft die Dringlichkeit: Kosten für Energie haben sich massiv verteuert, Lieferengpässe und Fachpersonalmangel bereiten zusätzliche Schwierigkeiten. Das bedeutet, dass wir in größerem Umfang Immobilien (wie z. B. Pfarr- und Gemeinde häuser sowie Kirchengebäude) anders nutzen oder sogar aufgeben müssen. Dabei geht es keineswegs in erster Linie um den Verkauf von Immobilien. Genauso zielführend sind Umnutzungen, Kooperationen, Verpachtungen oder andere kreative Ideen, die im jeweiligen Sozialraum mit (...) Partnern entwickelt werden können."

Dr. Heiner Koch, Erzbischof von Berlin

 

Offene Kirche

Kirche aktiv öffnen und Menschen willkommen heißen

"Eine offene Kirche ist für alle Menschen da – unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Lebensstil, Glaubensfragen oder sozialem Status. Es geht darum, nicht nur räumlich Türen zu öffnen, sondern auch Herzen und Strukturen weit zu machen. (...)

Eine offene und einladende Kirche nimmt Menschen ernst und begleitet sie auf ihrem Weg. Sie folgt Jesus nach: offen, menschenzugewandt, heilend und barmherzig. Das ist sicherlich ein sehr hoher Anspruch an uns selbst – aber kein Traum. Wichtig ist vor allem, den ersten Schritt zu wagen: anzufangen, loszugehen, sich auf den Weg zu machen.

Wir dürfen nicht warten, bis wir abgeholt oder ein geladen werden. Es liegt an uns, aktiv zu werden und die Türen zu öffnen – für alle, die nach Gemeinschaft, Trost und Hoffnung suchen."

Markus Weber, Bereichsleiter Pastoral.

Veranstaltungen

Ortsbesuch - Mitnutzung praktisch 

Am 7. Mai 2026 um 16:00 bieten wir einen ersten Ortsbesuch an. Herr Grams von der Tiergarten-Gemeinde wird erläutern, wie die Mitnutzung in der praktischen Umsetzung funktioniert. Nach Bedarf organisieren wir weitere Treffen, um den Know-How-Transfer zu fördern und um Möglichkeiten zur Etablierung ökumenischer Strukturen für die Raumvergabe auszuloten.

Anmeldung

 


Unterstützung & Angebote

Haben Sie Fragen zur Mit- und Mehrfachnutzung? Bei größeren Vorhaben ist eine standortspezifische fachliche Beratung durch Expertinnen und Experten für Bau- und Rechtsfragen unerlässlich. Für weitere wiederkehrende Themen bauen wir Schritt für Schritt ein FAQ auf – besonders zu Punkten, die sich vor Ort nicht direkt mit Ihrer Leitung klären lassen.
Reichen Sie Ihre Frage gerne hier ein – wir nehmen sie auf und bemühen uns um hilfreiche Antworten.

 

Gemeinsam einen Sozialraum entwickeln 

  • Möchten Sie sich einen Überblick darüber verschaffen, welche Bedarfe im Sozialraum bestehen und welche Projekte parallel geplant werden?
  • Benötigen Sie Unterstützung bei der Anbahnung von Gesprächen und Gewinnung von Kooperationspartnern?

Wir stellen auf Wunsch Kontakte her – zur Kommune, zu anderen Religionsgemeinschaften, zu zivilgesellschaftlichen Akteuren und zu weiteren potenziellen Nutzungsinteressierten.


Manifesta 16 Ruhr Kreativmarkt, March 2026. Photo © Manifesta 16 Ruhr / Dirk Rose

Lassen Sie sich inspirieren - die Innovationsförderung

Lassen Sie sich von anderen Projekten inspirieren. Die Innovationsförderung des Erzbistums Berlin unterstützt pastorale Mitarbeitende dabei, neue Wege im pastoralen Handeln zu erproben und konkrete Projekte vor Ort umzusetzen. Sie kann auch dazu genutzt werden, Ortsbesuche zu ermöglichen.

Ein möglicher Ortsbesuch im Rahmen der Manifesta, der europäischen Biennale für zeitgenössische Kunst, bietet vom 21. Juni bis 4. Oktober die Chance, die sozio-kulturelle Belebung von 13 Nachkriegskirchen unmittelbar zu erleben und Fragen gesellschaftlicher wie ökologischer Transformation in Kirchenräumen aus nächster Nähe zu betrachten. Der Besuch ist kostenfrei und offen für alle, mit Ausnahme der Montage; ein Symposium findet am 18. und 19. September statt.

Natürlich können Sie auch näher gelegene Orte besuchen. Bei der Auswahl Ihrer Ziele helfen wir Ihnen gern.


Grundlagen klären - Eignung von Standorts für Mehrfachnutzung

Parallel zur Aufnahme von Gesprächen im Sozialraum, sollte geprüft werden, ob die jeweiligen Standorte grundsätzlich für eine Mehrfachnutzung geeignet sind. Hierfür können Pfarreien das Angebot des Immobiliendienstleisters LI.BA.ST. in Anspruch nehmen.


FAQ zur Mit- und Mehrfachnutzung

Tipps für den Start

Wir überlegen, unseren Gemeindestandort stärker zu öffnen – wie sollen wir anfangen?

Es gibt nicht den einen besten Weg, um zu starten. Sinnvoll ist es, parallel mit unterschiedlichen Blickwinkeln und Zuständigkeiten zu arbeiten: Eine Gruppe prüft das Gebäude und die teilbaren Kosten, eine zweite entwickelt klare Strukturen für die Raumvergabe, und eine dritte nähert sich dem Thema offen und neugierig an. So entsteht Schritt für Schritt ein tragfähiger Prozess, der sowohl die baulichen als auch die organisatorischen und pastoralen Fragen berücksichtigt.

Für den Einstieg empfehlen sich kleine, konkrete Schritte: eine erste Bestandsaufnahme, ein gemeinsamer Ortstermin und ein offenes Gespräch über Chancen, Grenzen und Prioritäten und praktische Aktions-Tage, bei denen zum Beispiel Ausgedientes entrümpelt, der Ort gemeinsam neu wahrgenommen und praktisch erprobt wird. 

Weitere Tipps für Kreative finden sich im  Methoden-Koffer von midi.

Rettung durch Mehrfachnutzung

Unser Gemeindestandort steht vor dem Aus – können wir ihn durch neue Partnerschaften und eine Mehrfachnutzung doch noch erhalten?

Eine Mehrfachnutzung kann neue Perspektiven eröffnen – sie ist jedoch selten ein einfacher Rettungsweg. Oft bringt sie zunächst zusätzlichen Abstimmungsaufwand, neue Vereinbarungen und mitunter Umbauten mit sich. Auch Verwaltung, Kosten und Kommunikation müssen neu gedacht werden.

Zugleich entstehen im Prozess wertvolle Kontakte und Kooperationen, die einen Gemeindestandort mit frischer Energie beleben können. Wenn alle Beteiligten sich gemeinsam auf den Weg machen, und geduldig Widrigkeiten umschiffen, kann aus dem drohenden Ende ein Neuanfang wachsen.

Wichtig ist, diesen Schritt in enger Abstimmung mit Verantwortungsträgern zu gehen und fachliche Beratung einzubeziehen – so wird aus Mut und Beteiligung eine tragfähige Zukunftsstrategie.

Materialien

Unsere Tipps

 

Fragen

zu Sozialraumorientierung / Kooperationen?

margit.beutler(ät)erzbistumberlin.de 

Vermittlung von Religionsgemeinschaften?

Koordinierungsstelle Räume für Religionsgemeinschaften 

zur Innovationsförderung?

Innovationsförderung für Pastorale Mitarbeitende

Standorteignung für Mehrfachnutzungen?

immobilienentwicklung@erzbistumberlin.de

 

 

Mehrfachnutzung und Kooperationen

Margit Beutler
Projektmanagement
Bereich Pastoral

Tel.: (030) 32684-516 
E-Mail: margit.beutler(ät)erzbistumberlin.de