BZ-Kolumne

Glück und Gottvertrauen

Die Berliner Schulferien gehen zu Ende. Damit ändert sich nicht nur für viele Kinder und Jugendliche, sondern auch für Eltern, Großeltern und Erziehungsberechtigte, für Lehrerinnen und Lehrer sowie alle Menschen, die in Schulen tätig sind, der Alltag.

Die Stimmungen sind zu solchen Zeiten sehr unterschiedlich: Die einen werden auf wunderbare Ferien zurückblicken. Längst haben sie Fotos ausgetauscht und sich gegenseitig schöne Geschichten erzählt. Andere werden enttäuscht sein. Ihre Pläne und Wünsche haben sich nicht erfüllt. Wieder andere waren froh, dass es sechs Wochen lockerer zuging. Kein Druck, lernen oder lehren, Telefonate führen und übervolle Abfalleimer auf Schulhöfen leeren zu müssen. Sie schauen vielleicht eher schlecht gelaunt, angespannt oder ängstlich auf das neue Schuljahr.

Auch sind die Fußball-Europameisterschaft und die Olympiade vorbei. Wie auch immer wir damit zufrieden waren, helfen solche Ereignisse. Sie erinnern trotz nicht endender Kriegshandlungen daran, dass das Leben auch friedliche Seiten hat.

Ferienzeiten und Schulzeiten, Arbeit und Urlaub, Kriegsgewalt und friedliches Kräftemessen, Krankheit und Gesundheit: das Leben ist ein Gemisch aus Schönem und Hässlichem, aus Freude und Leid. Das war so, das ist so, das wird so bleiben.

Jedem Menschen wünsche ich, dass er sich an glückliche Stunden erinnern kann. Solche Erfahrungen, die wir im Urlaub, in der Schule, bei der Arbeit machen können, helfen. Sie bewahren davor, unendlich unglücklich zu sein oder zu werden. Und stattdessen nicht zu vergessen, dass wir hier und da glücklich waren, glücklich sind und glücklich sein werden.

Und was würde Jesus dazu sagen? Vielleicht, dass wir unser Glück weniger von Umständen und Situationen abhängig machen sollten. Er selbst hat es jedenfalls abhängig gemacht von seinem Gottvertrauen – unter allen Umständen.