11 bruckner FENSTER

11 bruckner FENSTER

Hansjörg Albrecht, Orgel

Eintritt frei - Reservierung erforderlich.
 

TICKETRESERVIERUNG

 
BRUCKNER UND DIE MODERNE

Erste zyklische Gesamtaufführung (105‘)
Hansjörg Albrecht, Orgel
Unter der Schirmherrschaft von Christian Thielemann, GMD Staatsoper Unter den Linden Berlin

Programm:

Philipp Maintz (*1977)
Kyrie XI - orbis factor (2020)​​​​ ​​​​​
Fenster zur 0. Sinfonie von Anton Bruckner

Oscar Jockel (*1995)
Denn er hatte noch eine dringende Verabredung mit den drei Eichen und den zwei Bächen 
am Fuß des goldenen Berges (2021)
Fenster zur 1. Sinfonie von Anton Bruckner

David Matthews (*1943)
Meditation on the slow movement of Bruckner’s Second Symphony (2021)
Fenster zur 2. Sinfonie von Anton Bruckner​

Johanna Doderer (*1969)
PINUS - Orgelversion der Orchesterfassung DWV 139 (2021)
Fenster zur 3. Sinfonie von Anton Bruckner

Philipp Maintz
Choralfantasie Morgenglanz der Ewigkeit für Orgel solo (2022)
Fenster zur 4. Sinfonie von Anton Bruckner

Françoise Choveaux (*1953)
Poème pour orgue op. 285 (2022)
Fenster zur 5. Sinfonie von Anton Bruckner

Andrea Lorenzo Scartazzini (*1971)
Brucknerblume (2022)
Fenster zur 6. Sinfonie von Anton Bruckner

Philipp Maintz
Te Deum (2022)
Fenster zur 7. Sinfonie von Anton Bruckner

Thomas Daniel Schlee (1957-2025)
In Nomine op. 94/4 (2022)
Fenster zur 8. Sinfonie von Anton Bruckner

Philipp Maintz
Choralfantasie VIII Aus tiefer Not schrei ich zu dir (2023)
Fenster zur 9. Sinfonie von Anton Bruckner

Enjott Schneider (*1950)
Te Deum – Alpha et Omega (2024)
Fenster zur Sinfonie f-Moll (Studiensinfonie) von Anton Bruckner

 

Bruckner-Fenster des 21. Jahrhunderts - Reflexion und Spiegelung der Tradition

Dass Anton Bruckner mit seinem symphonischen Denken seiner Zeit weit voraus war, zeigt auf beeindruckende Weise sein Kompositionsstil. Allein die immer wiederkehrenden und rotierenden Klangfiguren nehmen die Erfindung der Minimal Music durch Philipp Glass und Steve Reich bereits vorweg und vor allem mit seinen späten Sinfonien bereitete Bruckner den Weg für Mahler, Sibelius, Schostakowitsch, Hindemith und viele andere Komponisten des 20. Jahrhunderts. Aus diesem Grund ging Hansjörg Albrecht im Rahmen seiner Gesamteinspielung aller 11 Sinfonien, die er von 2020-2024 an europäischen Originalschauplätzen realisierte, Bruckners Weg in die Moderne konsequent weiter und hat Kompositionsaufträge an international renommierte KomponistInnen vergeben. Für jede Sinfonie wird damit ein zeitgenössisches Fenster zu Bruckner geöffnet. Dessen musikalische Welt bildet die inhaltliche Klammer und die Orgel als das universellste aller Instrumente bietet eine Farb- und Klangpalette wie kein anderes Soloinstrument.  Ziel dieses additiven, eigenständigen Projektes ist es, experimentell und klanglich ein breites Spektrum an neuen musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten zu schaffen und damit die Tradition in der Gegenwart weiterzuschreiben. Die Gesamtaufführung aller 11 Bruckner-Fenster in Berlin ist Novum & Premiere zugleich. Das Fenster von Philipp Maintz zur 9. Sinfonie von Bruckner ist zudem die letzte Uraufführung eines Werkes dieses neuen Zyklus‘. Der strahlend weiße Raum der Hedwigskathedrale und die große symphonische Klais-Orgel sind prädestiniert für dieerste Gesamtaufführung dieser in tausend Farben schillernden Fenster zu Anton Bruckner.

                                                           

Hansjörg Albrecht zählt zu den Musikvisionären und den wenigen Künstlern, die international als Dirigent, Konzertorganist und Cembalist präsent sind. Er gilt vor allem als Spezialist für die opulente Musik des 18. Jahrhunderts, geht jedoch konsequent eigene Wege: mit einem umfangreichen Repertoire über Bruckner, Wagner, Mahler und Strauss bis hin zu Messiaen, zahlreichen Uraufführungen und dem Faible für vergessene Komponisten. Mit seinen Orgeltranskriptionen etablierte er sich als Spezialist unter den Virtuosen der „Königin der Instrumente“. Seit der Saison 2023/24 ist Albrecht Künstlerischer Leiter der CPE.Bach.Akademie.Hamburg , des gleichnamigen Chores & Orchesters und des jährlichen Internationalen Bachfestes Hamburg. Er arbeitet an der Etablierung Hamburgs als internationale Bach-Stadt und dem Aufbau einer neuen Plattform für die Sturm & Drang-Musik von Carl Philipp Emanuel Bach und seiner Brüder. Albrecht leitete in der Nachfolge des legendären Karl Richter von 2005 bis 2023 den Münchener Bach-Chor und das Münchener Bach-Orchester und führte das Ensemble zu neuem internationalem Ruhm. Darüber hinaus war er von 2021-2023 Principal Guest Conductor am Teatro Petruzzelli Bari. Seine Konzerttätigkeit führt ihn in Musikzentren wie London, Paris, Brüssel, Amsterdam, Wien, Berlin, Rom, Prag, Warschau, Budapest, Moskau, Dubai, Tokio, Peking, Shanghaiund New York und er arbeitet dabei mit renommierten KünstlerInnen, Sinfonieorchestern, Originalklangensembles, Opernhäusern und Ballettcompagnien zusammen. Anlässlich des 100. Geburtstages des Bach-Botschafters Karl Richter 2026 initiierte Albrecht ein weltweit stattfindendes Bach.Netzwerk.Festival. Aktuell ist er Principal Organist des Bergson Kunstkraftwerks München und der Ishikawa Concert Hall Kanazawa (Japan). Beim Label OehmsClassics legte er als Dirigent und Organist bisher über 40 CDs vor und wurde für den GRAMMY Award nominiert. Anlässlich des 200. Geburtstages von Anton Bruckner legte Albrecht die erste Gesamtproduktion aller 11 Sinfonien als Orgeltrans-kriptionen vor - inklusive der 11 Bruckner-Fenster – aufgenommen an europäischen Originalschauplätzen.

Termin
23.09.2026, 19:30 Uhr
Veranstaltungsort

Sankt Hedwigs-Kathedrale
Bebelplatz
10117 Berlin (Mitte)

Tel.: (030) 330 99 77-100
kathedrale(ät)erzbistumberlin.de

Links

Bruckner-Projekt 
(inkl. Bruckner-Fenster) ​

Bruckner-Film
„Im Reich der Töne“