Unterbrechung

Impuls zur Wochenmitte

Ausgehend vom Tagesevangelium sprechen Christinnen und Christen einen Gedanken mitten in die Woche hinein, der zum Nachdenken, zum Nachlesen anregt oder Wegbegleiter für die restliche Woche sein kann.

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15. Aug 2018

"Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig." (Lk 1,49)

Maria, heute feiern wir dich - du Ausgewählte, Auserwählte vom Allerhöchsten, um unter deinem Herzen den in die Welt zu tragen, der dieser Welt neuen Lebensatem einhaucht, neue Perspektive gibt.

Maria, sei du mir Vorbild, dass dein vertrauendes "Ja" auch in mir wachse und durch mich wenigstens ein Funke von Jesu Geist in diese Welt hinein geboren wird.

Paula von Loë, Gemeindereferentin

08. Aug 2018

Wer mir nachfolgt, hat das Licht des Lebens.

Wie hoffnungsvoll, wie erstrebenswert. Ein lichtvolles Leben haben, ja das will ich, diesem Ruf folge ich gerne. Doch wenn ich dann das nachfolgende Evangelium lese (Lk 9,57-62), kommt ein Erschrecken.

Einschränkungen, Bedingungen werden nicht zugelassen. Kein Wenn und Aber. Kein Verhandeln über den richtigen Zeitpunkt, kein Aushandeln  – sondern Handeln, jetzt, bedingungslos. Nachfolge radikal, an die Wurzel gehend, existentiell.

Was heißt das heute konkret für mich? 

Margarete Kümpel, Referentin für Einsatzplanung und -begleitung

01. Aug 2018

Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt.

Wir sind von Gott geschaffen und von Christus ausgesandt, um nach seinem Vorbild zu leben. Wir haben den Auftrag, zu leuchten und der Welt die richtige Würze zu geben. Das ist eine große Aufgabe und zugleich eine große Chance!

Es liegt an uns, Vertrauen darin zu haben, dass wir auch mal Salz in der Suppe und Leuchtturm im Nebel sein dürfen, damit das Leben kein Einheitsbrei oder eine Irrfahrt wird, wir haben nämlich nur eins.

Maja Richter, Gottesdienstbeauftragte Vom Guten Hirten

25. Jul 2018

"Bei euch soll es nicht so sein!" Mt 20, 26

Der Forderung der Mutter von Jakobus und Johannes, nach einer besonderen Position im Himmelreich für ihre Söhne, begegnet Jesus mit seiner Sicht auf uns Menschen. Wer groß sein will, muss dienen, sich zum Sklaven machen. Viele machen sich heute zum Sklaven: Des Geldes, des Erfolgs, der Schönheit, der unglaublich wichtigen Termine. Heute mal selbstlos sein, als Umsorger der Menschen neben mir - das ist Größe.

Dr. Andreas Slotosch, ehrenamtlich engagiert in der Pfarrei Vom Guten Hirten/Pastoraler Raum Lankwitz-Marienfelde

18. Jul 2018

„Der Herr ist barmherzig und gnädig.“ (Ps 103, 8)

Barmherzig ist der  Herr, heißt es heute im Psalm – und ich? Wo kann ich heute barmherzig sein, warmherzig handeln? Im Urlaub vielleicht die geschenkte Zeit nutzen, um meinem plappernden Kind aufmerksam zuzuhören? Oder dem Bettler in der Hitze des Sommertages ein kühles Bier spendieren und ein Schwätzchen wagen? Erwartungsfroh und gelassen kann ich auch einfach offenen Auges die Gelegenheit abwarten, bis Gott mir heute zeigt, wo ich sein Werkzeug sein darf!

Uta Slotosch, Ehrenamtskoordinatorin im Pastoralen Raum Lankwitz-Marienfelde

11. Jul 2018

Ihr, die ihr alles verlassen habt und mir nachgefolgt seid, werdet das Hundertfache erhalten (Mt 19,27-29)

Die Anlagebranche macht uns vermeintlich lukrative Angebote. Diese sind aber stets gedeckelt, ergebnisorientiert kalkuliert bzw. alles darüber hinaus Geflunker. Die von Christus geforderte „Einlage“ erscheint nach unseren Maßstäben zunächst viel zu hoch. Sie ist es aber nicht, denn sein Geschenk an uns ist - egal wie viel wir aufwenden konnten - ohne Renditekalkül, denn es wird unermesslich hoch, von Herzen und ohne Ende sein.

Carlo Murru, Dezernat Seelsorge

04. Jul 2018

„Als Jesus an das andere Ufer kam, liefen ihm zwei Besessene entgegen.“ (Mt 8,28)

Leises allgemeines Gemurmel am Bahnsteig, viele warten auf den Zug, als plötzlich ein Mann aggressiv zu schreien anfängt.

Intuitiv entscheide ich: Weggehen oder bleiben? Jesus bleibt. „Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil, denn du bist bei mir!“ (Ps 23, 4)

Christopher Maaß
Prozessbegleiter Stabsstelle „Wo Glauben Raum gewinnt“

27. Jun 2018

Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte. (Mt 7,17)

Das würde ich sofort unterschreiben, im wörtlichen wie auch im übertragenen Sinn.

Doch was wird aus den guten Früchten? Dass auch gute Früchte verderben und damit ungenießbar werden können, musste ich leider auch schon häufig erleben.

Die Sorge um die Haltbarkeit oder Beständigkeit meiner Früchte ist ein guter Impuls aus diesen Worten Jesu: Beständigkeit meiner Gesundheit, meiner Beziehungen in Familie und Freundschaft, auch meiner Beziehung zu Gott. Und Beständigkeit heißt nicht, dass sie sich nicht verändern dürfen.

Prälat Stefan Dybowski

20. Jun 2018

„Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen.“ (Mt 6,1)

Barmherzig sein, beten, fasten – drei Ausdrucksformen religiösen Lebens. Der Evangelist Matthäus macht klar: Es kommt dabei vor allem auf die Haltung an; es geht darum in Beziehung zu sein: Zu sich selbst, zu Gott und dem Nächsten.  „Euch aber muss es zuerst um sein Reich und seine Gerechtigkeit gehen.“ (Mt 6,33

Christopher Maaß
Prozessbegleiter Stabsstelle „Wo Glauben Raum gewinnt“

13. Jun 2018

Wer meine Gebote hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich. (Mt 5,19)

Ab morgen rollt wieder der Ball bei der WM 2018. Seit dem Pokalfinale zwischen Frankfurt und München beschäftigen mich zwei Zitate von Prince Boateng. Vor dem Spiel nahm er einem jungen Spieler das Lampenfieber: Das Finale sei ein Spiel wie früher auf dem Bolzplatz. Nach dem Spiel gab er zu, dass er bei dem nicht gegebenen Elfmeter gefoult hatte. Früher auf dem Bolzplatz galt für uns der Ehrencodex, dass man ehrlich war. Diese „Bolzplatzmoral“ wünsche ich mir auf dem Fußballplatz und im Leben.

Mathias Bröckl, Schulrat, Abteilung Religionsunterricht