Unterbrechung

Impuls zur Wochenmitte

Ausgehend vom Tagesevangelium sprechen Christinnen und Christen einen Gedanken mitten in die Woche hinein, der zum Nachdenken, zum Nachlesen anregt oder Wegbegleiter für die restliche Woche sein kann.

Zeitraum von:

Zeitraum bis:

11. Sep 2019

Selig, ihr Armen! - Weh euch, ihr Reichen! (Lk 6, 20-26)

Ein Prozent der Menschheit besitzt rund 40% des Weltvermögens.

Die ärmsten 50% der Menschheit besitzen 1% des Weltvermögens.

Immer mal wieder beschleicht mich der Verdacht, dass die Geschichten vom Kamel und dem Nadelöhr und von Reich und Arm im Evangelium vielleicht doch genau so gemeint waren wie Jesus sie erzählt hat.

Christoph Kießig
Referent Bereich Pastoral, Erzbischöfliches Ordinariat

28. Aug 2019

Hinten anstellen kann gut tun

„Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“ (Mt 23,12)

In der Partnerschaft, in der Familie, im Beruf, in der Gemeinde tut es mir gut, zunächst einmal zuzuhören, mitzufühlen, aufmerksam zu sein. Mitunter kann daraus später auch erwachsen, klar und hörbar zu sprechen.
In dem festen Glauben an einen bedingungslos liebenden Gott ist Vordrängeln nicht prioritär.

Dr. Dominik Marienfeld
Pfarrei Herz-Jesu, Berlin-Zehlendorf

21. Aug 2019

Durch seine Liebe gestärkt

„Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich liebe.“ (Joh 21, 17)

„Tatort“ See Tiberias, ein gesegneter Ort! Genau dort fordert Jesus von Simon Petrus die uneingeschränkte Liebe und Treue zu ihm. Können wir dieser Anforderung gerecht werden?
Nach menschlichem Ermessen ohne Gottes Hilfe – nein! Aber: Trotz unserer Schwächen traut uns Gott viel zu, sehr viel sogar. Ja, er fordert uns, manchmal mutet er uns scheinbar Unüberwindbares zu. 
Ganz fest dürfen wir darauf vertrauen und es erfahren, dass er seine Kraft durch uns fließen lässt und wir durch seine Liebe gestärkt selbst lieben können.

Lioba v. Dewitz, Sekretariat des Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum Berlin

14. Aug 2019

Eine großartige Zusage

„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18,20)

„ Wo zwei oder drei ...“  - Kein Satz für eine Spruchkarte sondern großartige Zusage für jede noch so kleine Gemeinschaft: Gottes Name heißt  „Ich bin da“, Kraft gebende Beziehung mitten im Alltag, da wo wir gemeinschaftlich nach ihm fragen, ihn anrufen und nach Jesu Beispiel handeln. Minimum: Zwei oder drei. Das weitet meinen Blick und mein Herz.

Christopher Maaß
Prozessbegleitung - Servicestelle Projekte und Prozesse „Wo Glauben Raum gewinnt“

07. Aug 2019

Ein Ausdruck des Glaubens

"Frau, dein Glaube ist groß." (Mt 15,28)

Die Liebe zu ihrer Tochter und die Hoffnung auf deren Heilung lassen diese Frau handeln. Sie fleht, ruft, wirft sich nieder, diskutiert mit Jesus - sie ringt ihm dieses Wunder förmlich ab. Das beeindruckt mich sehr; aus Liebe und voll Hoffnung handeln, klug argumentieren und mit Nachdruck demütig bitten. Ein Ausdruck des  Glaubens und ein Auftrag für uns.

Uta Bolze
Koordinatorin für Fundraising-Entwicklung in den Pastoralen Räumen

31. Jul 2019

Strahl deiner Liebe

"Während Mose vom Berg herunterstieg, ... strahlte die Haut seines Gesichtes Licht aus." (Ex 34,30)

Begegnung hinterlässt Spuren; Berührung verändert Dasein; Zuneigung entzündet Feuer. Gottes Licht hat den Mose ganz und gar erfasst.

Ach Herr, lass doch wenigsten einen Strahl deiner Liebe durch mich hindurch hinein in die Welt reflektieren!

Paula von Loe

24. Jul 2019

Seien Sie beschützt!

„Fürchtet euch also nicht!“ (Mt. 10,31 ) - Hl. Christophorus

Der Hl. Christophorus auf Fahrradklingeln, als Schutzplakette im Auto, oder als Bild an Eingängen von Kirchen zeigt den Wunsch, gesund und wohlbehalten von einer Reise zurückzukehren oder im Straßenverkehr unverletzt zu bleiben. Kein magisches Schutzzeichen, sondern Ausdruck, mit Gott durch das Leben zu gehen und sich unter seinen Segen zu stellen. Allen, die unterwegs sind: Seien Sie beschützt!

Christopher Maaß, Erzbischöfliches Ordinariat/ Servicestelle Projekte und Prozesse

17. Jul 2019

„Gott aber sagte: Ich bin mit dir; ich habe dich gesandt.“ (Ex 3,12)

„Was willst du Gott, das ich tue?“

Was soll ich schon tun als Mutter/Vater, als Lehrer/in, als Schüler/in? Was soll ich denn schon tun in meinem Alltag, bei meiner Arbeitsstelle, in meiner Familie, bei meinen Freunden? Jede/r von uns hat Talente, die wir einsetzen können, um Ge-rechtigkeit, Solidarität, Barmherzigkeit, Zuwendung, Nächstenliebe in den Alltag zu bringen, auf ganz individuelle und vielfältige Weise. Das geschieht ganz unpräten-tiös - Zeugnis des Lebens – im Vertrauen auf Gottes Zusage: Ich bin mit dir. Hab Mut! Komm!

Gabi Wolters UAC, Religionslehrerin

10. Jul 2019

Das könnt ihr auch.

Jesus rief seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen. ( Mt 10,1)

Jesus hat an vielen Orten Menschen geheilt. Zu seinen engsten Vertrauten sagt er nun: Das könnt ihr auch.

Ich will gern in der Nachfolge Jesu stehen, aber alle Krankheiten und Leiden zu heilen, das ist mir eine Nummer zu groß. Vorstellen kann ich mir jedoch, dass mein Handeln einen ersten Unterschied macht. Wenn ich mir das Leid eines Menschen zu Herzen nehme, statt gleichgültig zu bleiben. Wenn ich frage, was ich tun kann, statt verloren zu geben.

Ich glaube, dass Jesus mir mit seiner Vollmacht ins Herz gepflanzt hat, not-wendende Veränderung immer für möglich zu halten. Und dass ich die Kraft habe, einen kleinen Schritt zu tun, der dafür not-wendig ist.

Diana S. Freyer, Geschäftsführerin des Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum Berlin

03. Jul 2019

Heilsame Berührung

„Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.“ Joh 20,25

Mit dem Auferstandenen, mit seinen Wunden in Berührung kommen. Eine große Gnade, die dem Thomas widerfahren ist.

Mit meinen Verwundungen in Berührung kommen. Sie wahrnehmen und Menschen meines Vertrauens darauf hinweisen.

Denn Berührung ist heilsam. Einander berühren und sich berühren lassen. Gott bietet sich an – mit seinem ganzen Sein als Mensch und als Gott.

Glücklich, wer (das) glauben kann.

Uta Bolze, Projektreferentin für Fundraising-Entwicklung