Unterbrechung

Impuls zur Wochenmitte

Ausgehend vom Tagesevangelium sprechen Christinnen und Christen einen Gedanken mitten in die Woche hinein, der zum Nachdenken, zum Nachlesen anregt oder Wegbegleiter für die restliche Woche sein kann.

Zeitraum von:

Zeitraum bis:

25. Nov 2020

„Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen.“ Lk 21,19

Sich nicht beirren lassen, 

nicht lau werden, 

trotz Anfechtung bei IHM bleiben,

trotz aller Widrigkeiten treu sein.

Worte und Weisheit werden uns geschenkt. 

In der Aufmerksamkeit auf IHN hin ist das Leben auf unserer Seite.


Paula von Loë - Gemeindereferentin und Geistliche Begleiterin

18. Nov 2020

„Als Petrus begann unterzugehen, schrie er: Herr, rette mich!“ (Mt 14, 30)

Fast schon naiv geht Petrus über den Rahmen realistischer Möglichkeiten hinaus -  schafft das Unmögliche - und scheitert. Im Eingeständnis seiner Angst und Schwäche erfährt er, dass er gehalten und getragen ist: „Jesus streckte die Hand aus und ergriff ihn.“  Aus dem sicheren Boot kann ich mich herauswagen, größer denken und mutig handeln - Gott hält mich.  

Christopher Maaß

Kirchlicher Organisationsberater im Erzbistum Berlin und Prozessbegleiter

11. Nov 2020

Ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben. (Mt 25, 36)

Wenn Sie Glück haben, können Sie ihn heute antreffen: den Hl. Martin, der mit dem nackten Bettler seinen Mantel geteilt hat. Jedes Jahr wird diese Szene bei den Martinsumzügen am 11. November nachgespielt.

Dem Bettler können Sie jeden Tag begegnen. Damit meine ich nicht nur die Menschen, die in unseren Verkehrsmitteln nach ein paar Cent fragen. Ich denke an viele, die bloßgestellt werden oder unbeschützt leben müssen.

Für diese Menschen wäre es sicher auch ein Glück, wenn sie dem Hl. Martin begegnen würden – oder einem, der es ihm nachtut.


Prälat Stefan Dybowski

04. Nov 2020

Wir haben unterschiedliche Gaben, je nach der uns verliehenen Gnade. (Röm 12,6)

Mir fällt spontan der Slogan ein: Gemeinsam sind wir stark. Ich frage mich: Was macht denn die Stärke in einer Gemeinschaft aus? Es sind doch die verschiedenen Gnadengaben eines jeden Einzelnen. Gott hat uns unterschiedliche Fähigkeiten für unser Leben mitgegeben. In Gemeinschaft eingebracht ergänzen und profitieren wir voneinander. Stellen wir nicht unser Licht unter dem Scheffel, sondern haben wir den Mut uns einzubringen mit unseren Fähigkeiten. Wozu hat Gott sie uns schließlich geschenkt?

 

Marion von Brechan

Referentin für die Tourismuspastoral

28. Oct 2020

"Er wählte aus ihnen zwölf aus; sie nannte er auch Apostel." (Lk 6,13)

Bei diesen etwas zusammengewürfelten Gestalten, könnte man schnell sagen: „Was kann diese Verlierertruppe überhaupt auf die Beine stellen?“ Viele solcher belächelten und dann gefeierten Teams hat es in der Geschichte oder auch in Sport, Musik, Wirtschaft gegeben. Sie hatten aber offensichtlich etwas, was anderen doch fehlte: Eine charismatische Führung (Stärke), eine klare Mission (Ziel) und ein starkes Wir-Gefühl (Name), das sich auf ein gemeinsames Schlüsselerlebnis gründete – womöglich DIE Erklärung für ihren Antrieb und ihre Unschlagbarkeit. - So kann aus einem Loser-Team doch noch ein Dream-Team werden.

Carlo Murru
Bereich Pastoral


21. Oct 2020

„In ihm haben wir den freien Zugang durch das Vertrauen, dass der Glaube an ihn schenkt.“ (Eph 3, 12)

Glauben bewirkt Vertrauen. So behauptet der Apostel Paulus. Denn wenn ich an Jesus glauben kann, dann lebe und sterbe ich mit dem Vertrauen, nie aus Gottes Hand zu fallen. Vertrauen aber bedeutet freien Zugang, sagt Paulus. Weil Jesus sich mir zuwendet, kann ich mich ihm zuwenden. Und mich ihm ganz anvertrauen.

Prälat Tobias Przytarski
Dompropst

14. Oct 2020

Ihr gebt den Zehnten von Minze, Gewürzkraut und allem Gemüse, die Gerechtigkeit aber und die Liebe zu Gott vergesst ihr. (Lk 11,42)

Die Pharisäer und Gesetzeslehrer waren beleidigt. Zumindest haben sie diese Worte Jesu an sich herangelassen. Und anscheinend haben sie auch gespürt, dass sie bei sich etwas verändern könnten.

Mit Minze und den Gewürzen kenne ich mich nicht so aus. Aber den 10. Teil von dem, was ich habe, abzugeben, finde ich schon ganz schön heftig – geschweige denn von meiner Gerechtigkeit und Liebe. Ob ich vielleicht auch etwas daran ändern kann?


Prälat Stefan Dybowski

07. Oct 2020

„Vater, geheiligt werde dein Name."

„Vater, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme.

Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen!

Und erlass uns unsere Sünden; denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. 

Und führe uns nicht in Versuchung!“ (LK 11, 2b-4)

 

Beziehungsstark und nah: Zu Gott kann ich mit allem kommen, was mich bewegt: Hinhalten, was ich nicht aushalten kann, danken, bitten. Und: Er weitet meinen Blick auf den Anderen. Für Heute nehme ich mir vor, dieses Gebet öfter zu beten.

 

Christopher Maaß

Kirchlicher Organisationsberater im Erzbistum Berlin und Prozessbegleiter

30. Sep 2020

"Ich will dir nachfolgen, Herr. Zuvor aber lass mich von meiner Familie Abschied nehmen." (Lukas 9,61)

Es fallen uns tausend Ausreden ein, das Richtige zu tun: Ich bin zu schwach, meine Kultur oder Religion lässt das nicht zu, hier machen wir das aber so! Verhinderungsstrategien im Namen von Ungerechtigkeit und Ausgrenzung sind nicht im Reich Gottes vorgesehen. Hier ein Plädoyer für subtile Nachfolge: Finde deine eigenen Tricks, andere auszuschließen oder dabei Zuschauer zu sein. Dann versetze dich in diese Person und merke, was da falsch läuft. Nur du kannst etwas ändern! 

Klaudia Höfig

Interkulturelle Pastoral

23. Sep 2020

"Einen Fremden sollst du nicht ausnützen oder ausbeuten..." (Ex 22,20)

"...denn ihr selbst seid im Land Ägypten Fremde gewesen." 

Die Fremden sind die Anderen! Nicht nur wenn es um Migrations- oder Arbeitspolitik geht, sondern auch in alltäglichen Begegnungen. Da gelten andere Regeln? So meint die Bibel das nicht, wenn es um den Umgang mit Schwachen geht. Immerhin ist der Spruch im Bundesbuch zu finden, der „Verfassung“ des Volkes Israels. Es geht darum, welchen Maßstab ich an den Umgang mit „Fremden“, den "Anderen" anlege. Ist die Arbeit von Deutschen mehr wert als die gleiche Arbeit von einem Nicht-Deutschen?

Die eigene Erfahrung, irgendwann fremd oder anders gewesen zu sein, soll mich daran erinnern: Wer fremd ist, ist nicht weniger Mensch!

Klaudia Höfig

Interkulturelle Pastoral