DIE INFO

Aktuelle Ausgabe Nr. 127

Liebe Leser und Leserinnen,

»zeitlebens unter der Wahrnehmungsschwelle?« – so fragten die Seelsorger und Seelsorgerinnen der Hochschulpastoral bei ihrer Konferenz im vergangenen Jahr. Juliane Link und Dr. Christian Berkenkopf berichten darüber ausführlich in ihrem Werkstattbericht.

»Zeitlebens unter der Wahrnehmungsschwelle« könnte man auch die Arbeit der Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorger sowie der ehrenamtlich Engagierten in der seelsorglichen Begleitung alter und sterbender Menschen betiteln.

In dieser Ausgabe der »INFO« geben wir denen das Wort, die sich mit leisen Tönen und gedämpften Schritten in öffentlichen Einrichtungen und doch nichtöffentlich Tag für Tag in den Dienst der Menschen stellen, die allein, alt oder krank sind. Für andere kaum wahrnehmbar steht bei ihnen der Mensch im Mittelpunkt – so erzählt Vera Markert: in Leid und Schmerz, in Verzweiflung, Angst und Hoffnung, oft an der Schwelle zum Tod begegnen sich Menschen – von Angesicht zu Angesicht, oft fremd und doch ganz nah.

Immer mehr Menschen wünschen sich an ihrem Lebensende eine Begleitung, die sie und ihre Angehörigen mit ihren Schmerzen, Ängsten und Bedürfnissen nicht allein lässt – ob zu Hause oder in einem stationären Hospiz. Christa Scholz, Krankenseelsorgerin im Hospiz Köpenick, und Renate Koch, Vorsitzende des Demminer Hospizvereins »Leben bis zuletzt« geben einen bewegenden Einblick in ihren Dienst. Der Demminer Hospizverein wurde u. a. mit dem Engagementpreis des Landes Mecklenburg- Vorpommern ausgezeichnet und im Rahmen der Fundraising-Entwicklung in den Pastoralen Räumen vom Erzbistum Berlin mit Beratung und Qualifizierung begleitet (www.wo-glaubenraum- gewinnt.de/zentrale-projekte).

»Zeitlebens unter der Wahrnehmungsschwelle« könnte man auch den Dienst der vielen Ehrenamtlichen benennen, die alte Menschen besuchen und begleiten. In einem Kurs, einer Kooperation der Caritas Altenhilfe und der Krankenhausseelsorge im Bereich Pastoral, haben Roscha Schmidt und Luzia Hömberg Ehrenamtliche – ausgehend von der eigenen Auseinandersetzung mit Alter und dem eigenen Alt-Werden – qualifiziert, alte Menschen seelsorglich zu begleiten.

Diese Erfahrungen in den pastoralen Raum einzubringen, die Verbindungen zwischen Gemeinde und Orten kirchlichen Lebens zu stärken, dafür stehen sie alle.

Den leisen Tönen ein Ohr zu geben – auch oder gerade unter der Wahrnehmungsschwelle das wünsche ich Ihnen und allen, die seelsorglich und pastoral unterwegs sind. 

Uta Raabe

„Wieviel Tod kann ich ertragen?“

Interview mit Christa Scholz

Christa Scholz arbeitet als Krankenseelsorgerin im Hospiz Köpenick. Im Interview gibt sie Einblicke in ihr Leben, ihre Motivation und den Alltag mit Sterbenden.


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Leben bis zuletzt

Hospizverein Demmin

Die Hospizbewegung setzt sich für eine liebevolle Begleitung von schwerkranken Menschen und deren Angehörige ein. Diese sollen mit ihren Schmerzen, Ängsten und Bedürfnissen nicht allein gelassen werden.


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Hochschulpastoral »zeitlebens unter jeder Wahrnehmungsschwelle«?

Ein Werkstattbericht für das Erzbistum Berlin

Aber so hart dieses Urteil auch klingt, so herausfordernd ist es auch, denn es zeigt uns: Wir müssen als Hochschulseelsorger/-innen wahrnehmbar sein.“.


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Gott kommt. Mitten ins Leben.

Aber wo genau ist das? Eine Spurensuche

Eine »echte Eingebung« hatten wir nämlich auch, als wir im vergangenen Jahr eigenes weihnachtliches Geschenkpapier herausgegeben haben. Und noch viel mehr »echte Eingebungen«, was man damit alles machen könnte.

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Inhalt aktuelle Ausgabe (Nr. 127)

  • VORWORT 
    Uta Raabe
  • »Wieviel Tod kann ich ertragen?«
    Interview mit der Krankenhausseelsorgerin Christa Scholz
  • Leben bis zuletzt - Hospizverein Demmin
    Renate Koch
  • »Sie tragen Frucht noch im Alter«
    Erfahrungen mit einem Einführungskurs für ehrenamtliche, die alte Menschen seelsorglich begleiten
    Roscha Schmidt und Luzia Hömberg
  • Der Mensch im Mittelpunkt
    I
    nterview mit Krankenhausseelsorgerin Vera Markert
    Marlen Bunzel
  • Eine Reflexion aus tiefster Dankbarkeit nach einer Krankheit
    Erfahrungen in den Niederlanden, Amerika und Berlin
    Shu-Chen Li
  • »Das Pastoralkonzept ist nichts für den Bücherschrank«
    Hilfestellung und Begleitung auf dem Weg zum Pastoralkonzept
    Alfred Herrmann
  • Hochschulpastoral - »Zeitlebens unter jeder Wahrnehmungsschwelle«
    Ein Werkstattbericht für das Erzbistum Berlin
    Juliane Link und Christina Berkenkopf
  • Gott kommt - mitten ins Leben - Aber wo genau ist das?
    Eine Spurensuche
    Carla Böhnstedt
  • Buchhinweis
  • Notfallseelsorge
  • Präventionskurse

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