DIE INFO

Aktuelle Ausgabe Nr. 129

Liebe Leserin, lieber Leser,

unter dieses Motto haben wir in unserem Erzbistum seit geraumer Zeit viele Veranstaltungen und Aktionen gestellt. Am 15. Juni 2019 fand ein außergewöhnliches Symposium statt, zu dem Erzbischof Dr. Heiner Koch eingeladen hatte. Außergewöhnlich, weil die Frage nach Gott nicht aus innerkirchlicher Perspektive betrachtet wurde, sondern vorrangig durch einen Blick von außen. Dazu fanden Gesprächsrunden mit Gästen statt, die keine kirchlichen Insider waren. Den über 200 Teilnehmenden des Symposiums – haupt- oder ehrenamtlich Engagierte – wurde deutlich, wie Menschen auf die Frage nach Gott in einem nichtkirchlichen Kontext reagieren können.

Ein erklärter Atheist äußerte, dass Gott seine Chance bei ihm hatte, aber es selbst in Begleitung seines orgelspielenden Vaters nie »gefunkt« habe. Eine Schauspielerin erzählte, wie sie sich von der Kirche entfernt habe, obwohl sie ein großes spirituelles Bedürfnis verspüre. Ein Philosophieprofessor sprach von säkularisierter Religiosität und davon, dass Seelsorge kein Spezifikum der Kirchen mehr sei.

Natürlich gab es auch andere Berichte, wie z. B. den eines religionslos aufgewachsenen jungen Mannes, der durch seine Frau zum Glauben gefunden hat. Oder der Beitrag eines Bestatters, der Menschen gerade in den Grenzsituationen offen für Religion erlebt. Immer wieder rutsche er in die Rolle des Seelsorgers, obwohl er keiner Kirche angehöre.

Ein Musikmanager beschäftigte schließlich die Kommunikation in der Kirche. Er vertrat die These, dass viel Gutes in der Kirche geschehe, davon aber wenig bei den Menschen draußen ankomme.

In diesem Heft finden Sie einen ausführlichen Bericht über das Symposium, dazu einige Interviews, in denen die genannten Positionen konkretisiert werden. In einem zweiten Symposium am 25. April 2020 werden wir das Thema weiterführen. Dann wird es darum gehen, wie wir die Frage nach Gott in unserem Alltag und in unserer kirchlichen Praxis lebendig halten und wie wir im Dialog den Glauben anbieten können.

Seien Sie schon jetzt herzlich eingeladen.

Ihr Hermann Fränkert-Fechter 

"Wir sind noch viel zu still"

Symposium »Gott – mitten im Leben« am 15. Juni in Berlin

75 Prozent der Einwohner Berlins gehören keiner Kirche an. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind es noch mehr. doch: Was treibt diese um? Wie können Katholiken mit anderen Menschen ins Gespräch kommen? Wie können Gläubige und Nicht-Gläubige voneinander lernen? 


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„Gott ist wichtiger, als die Gemeinschaft denkt!“

Interview mit Stephanie Kaune

Stephanie Kaune ist Religionslehrerin in Neuruppin und war nach Berlin zur Podiumsdiskussion über die Gottesfrage »Nun sag, wie hast du es mit der Religion?« eingeladen. Sie ist überzeugt, dass Kirche wichtig ist, die Menschen, die glauben, aber viel wichtiger.


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„Koch.Kunst & Kultur.Genuss “

Erzbischof lädt zu kulinarischem Sommerabend in die Kirchenruine

Über den roten Teppich flaniert eine kunterbunte Gästeschar in die Ruine: Intendanten und Schauspieler, Bildhauer und Maler, Schriftsteller und Literaten, Kunsthistoriker und Kulturschaffende. Sie alle geben sich ein Stelldichein, weil der Erzbischof geladen hat zu Begegnung und Austausch.


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Zeit zielgerichtet nutzen

ein praktischer Ansatz zur Wirkungsorientierung in der Seelsorge

Jeder, der in der Seelsorge tätig ist, hat ein Ziel: Er will Menschen erreichen und sie mit Gott in Berührung bringen. Die Botschaft soll überspringen, Fuß fassen, Wirkung zeigen, Leben verändern. 


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Inhalt aktuelle Ausgabe (Nr. 129)

  • VORWORT 
    Herrmann Fränkert-Fechter
  • »Wir sind noch viel zu still«
    Symposium »Gott – Mitten im Leben« wollte Gesprächsfäden knüpfen
    Anja Goritzka
  • »IN DER GESELLSCHAFT IST VIEL MEHR KIRCHE!«
    Interview von Anja Goritzka mit Bestatter Eric Wrede
  • »Gott ist wichtiger, als die Gesellschaft denkt!«
    Interview von Anja Goritzka mit Religionslehrerin Stephanie Kaune
  • »Ich möchte der Digitalbeauftragte des Erzbischofs werden« 
    Interview von Lara Wiederhöft mit Joe Chialo
  • Gott kommt. Mitten ins Leben.
    Weihnachtskampagne 2019
    Carla Böhnstedt
  • Räume des Glaubens eröffnen
    Das neue Förderprogramm des Bonifatiuswerks
  • KOCH.KUNST & KULTUR.GENUSS
    Erzbischof lädt ein zu kulinarischem Sommerabend
    Rede der Staatsministerin Prof. Dr. Monika Grütters MdB
  • LUX2 – ein Festival für Geist-Erfahrer
    Carla Böhnstedt
  • Zeit zielgenau nutzen
    Ein praktischer Ansatz zur Wirkungsorientierung in der Seelsorge
    Thomas de Nocker, Maximilian Warmbrunn, Jörn Suermann
  • Wie viel Pluralität verträgt die Gesellschaft?
    Michael Haas-Busch

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