DIE INFO

Aktuelle Ausgabe Nr. 131

Liebe Leserin, lieber Leser,

alle haben wir in den letzten Monaten eine Zeit erlebt, die sich niemand vorstellen konnte. Corona hat sich breitgemacht. Wir haben unsere Verwundbarkeit gespürt.

Erschreckende Bilder aus Italien, Einschränkungen im persönlichen Alltag, Sorgen um Familienangehörige  und das eigene Leben, existentielle Ängste um das wirtschaftliche Auskommen, der Papst alleine auf dem Petersplatz. Gleichzeitig war eine Welle der Solidarität und gegenseitigen Hilfsbereitschaft zu erleben.

Aber jetzt, jetzt »wird’s ja endlich wieder lockerer«, so die einen, »Vorsicht, die nächste Welle kommt bestimmt« die anderen. Die Mund-Nasen-Masken baumeln kokett an einem Ohr, na und wenn jetzt Kitas und Schulen nach den Ferien auch wieder aufmachen ... Das »neue Normal« sieht zwar weiterhin Hygieneregeln vor, aber endlich geht es wieder in Richtung »so wie früher«.  Schon seltsam, als ob das »alte Normal« alle  rundum zufrieden gemacht hätte ... und jeder und jede genau dahin wieder zurück wollte.

Haben wir wirklich im selben Boot gesessen in den letzten Monaten?

Wenn man gut zuhört, zeigt sich nach der scheinbar kollektiven Erfahrung des Weges in den Lockdown hinein ein sehr differenziertes Erleben der Corona-Zeit. Es ist ein Unterschied, ob ich diese Zeit mit drei Kindern, homeoffice und meinem Ehrenamt erlebt habe, es meine Aufgabe war, den Betrieb der Gemeinde unter Hygienebedingungen aufrecht zu erhalten oder ich coronabedingt vor der Arbeitslosigkeit stehe.

Ich plädiere für eine Auszeit.

Denn vorschnelle kollektive Deutungen der Krisenzeit verbieten sich. Auch in der Kirche. Die vielen ganz individuellen Erfahrungen brauchen zunächst Raum und offene Ohren, um voneinander zu hören. Nicht alle haben dasselbe vermisst, nicht alle dasselbe erhofft und nicht allen hat dasselbe geholfen. Es könnte ein großer Schatz sein, einander zuzuhören. Erst im Austausch der Geschichten kann ein vollständigeres Bild dieser Zeit sichtbar werden. Und dann, erst dann beginnt die Diskussion, ob wir in das »neue Normal« der Kirche wirklich alles aus dem »alten Normal« mitnehmen wollen.

In unseren Gemeinden und Einrichtungen gab und gibt es unzählige Initiativen, die in kürzester Zeit mit kreativem Elan auf die Beine gestellt und ausprobiert wurden, inklusive Fehlerfreundlichkeit. Seelsorge und »miteinander in Verbindung bleiben« findet statt – mit Abstandsregeln! Einen kleinen Ausschnitt davon zeigen wir in dieser INFO, mal mehr nachdenklich, mal mehr weitergedacht. Wir beginnen mit dem Austausch der Geschichten und laden auch Sie dazu ein!

Ich wünsche Ihnen eine gute Sommerzeit

Ute Eberl

„In der Krise solidarisch mit der Gesellschaft, in der wir leben.“

Interview

Ein Gespräch mit Generalvikar P. Manfred Kollig SSC.

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Gott im Internet – Inter Mirifica

Theresia Härtel und Sebastian Schwertfeger

Das Ziel ist im Weg?! Die Entdeckung des digitalen Raums in Zeiten von Corona.

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Kommunikation des Evangeliums durch Social Media

@theresaliebt

Ein Beitrag der „Pfarrerin für den digitalen Raum im Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg“ Pfarrerin Theresa Brückner.

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Corona - Krise, Chancen, Möglichkeiten

Schulrat Konrad Böhm i.K.

Homeschooling, Präsenzunterricht, Schulschließung, Abstandsregeln, Eltern als Lehrkräfte, Videokonferenzen, …

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Inhalt aktuelle Ausgabe (Nr. 131)

  • VORWORT 
    Ute Eberl
  • »In der Krise solidarisch mit der gesellschaft, in der wir leben«
    Generalvikar P. Manfred Kollig SSCC
  • »Miteinander in Verbindung trotz physischer Distanz«
    Blick der Online-Redaktion des Erzbistums auf »Corona«
    Martina Richter
  • Gott im Internet - Inter Mirificia
    Die Entdeckung des digitalen Raums in Zeiten von Corona
    Sebastian Schwertfeger und Theresia Härtel
  • Kommunikation des Evangeliums durch Social Media
    @theresaliebt
    Pfarrerin Theresa Brückner
  • Aus der Traum?
    Studieren in Berlin zu Zeiten von Corona 
    Juliane Link
  • Corona - Krise, Chancen, Möglichkeiten?
    Ein Blick auf die Katholischen Schulen
    Konrad Böhm
  • Singen verboten!
    Tobias Segsa
  • »Nicht platt und oberflächlich - immer im Respekt vor dem Anrufenden«
    Das Corona-Seelsorgetelefon
    Uta Bolze
  • Hin-Gehen oder Da-Bleiben?
    Fragen aus der Klinikseelsorge in Corona-Zeiten
    Luzia Hömberg
  • Wie die Corona-Pandemie unsere Welt auf den Kopf stellte
    Anne Langhorst
  • MissionMitMensch und andere Aktionen des Caritasverbandes
    Michael Haas-Busch und Bernardette Feind-Wahlicht
  • Ein digitaler Glaubenskurs - geht das?
    Klaudia Höfig und P. Jan Korditschke SJ
  • Ehevorbereitung mit Baby am Bildschirm
    Brautpaare digital erreichen
    Bettina Schade
  • Der Flicken muss allemal größer sein als das Loch
    Überlegungen zu Theologie und Kirche in Corona-Zeiten
    Dr. Ulrich Kmiecik
  • Bitte kein Normalzustand
    »Räume des Glaubens eröffnen« – Projekte im Erzbistum Berlin
    Daniel Born, Bonifatiuswerk
  • Farewall IPZ
    Klaudia Höfig
  • Buchbesprechungen

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