DIE INFO

Aktuelle Ausgabe Nr. 124

»Gott, du liebst deine Geschöpfe,
und es ist dir eine Freude,
bei den Menschen zu wohnen.«

(Tagesgebet am 6. Sonntag im Jahreskreis)

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

Statistik ist in der Regel eine sehr trockene Angelegenheit, es sei denn, die Erhebungen  spiegeln Veränderungen wieder, die wir in unserem Alltag erleben. Wenn sich unser Wohnumfeld verändert, ist das fast immer der Fall. In Berlin leben wir in einer wachsenden  Stadt, die eine dynamische Entwicklung durchläuft. Wir erleben viele Aufbrüche, aber  auch die Kehrseite dieser Entwicklung: volle Bahnen, Mietsteigerungen u.v.m. Die Hauptstadt  ist in den letzten Jahren um fast 250.000 Menschen gewachsen. Hinzu  kommen die Geflüchteten, die vielfach noch nicht in die Statistik aufgenommen  worden sind. Parallel zu dieser Entwicklung hat sich auch der  Katholikenanteil bei uns erhöht. Unter den Zugezogenen sind Katholiken  mit deutschem und ausländischem Pass.

Die Veränderung der Bevölkerungszusammensetzung betrifft auch  die Städte und Dörfer in Brandenburg und Vorpommern. Viele ländliche  Gebiete waren und sind von Wegzug betroffen, weil Arbeitsplätze  fehlen. In einigen Gegenden hat sich dieser Trend gewandelt. Die Oder-  Grenzregion ist für viele Menschen aus Polen interessant geworden, weil  man hier Bauland und Wohnungen günstig erwerben kann. Die Pfarrei St.  Otto in Pasewalk beispielsweise hat sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt.  Von den 2125 Gemeindemitgliedern haben 1210 die polnische Staatsangehörigkeit.  Wieder anders ist die Situation in Greifswald oder in Potsdam, wo Wissenschaftler, Kulturschaffende  und Unternehmer neue Mitglieder der Gemeinde geworden sind.

Im Erzbistum Berlin gibt es Landstriche mit starkem Bevölkerungsrückgang und es gibt  Wachstumsregionen. Die Menschen ändern häufiger und schneller ihren Wohnsitz als das  früher der Fall war. Kommunen und Wohnviertel wandeln sich durch die demografische  Entwicklung, die Binnenwanderung und durch den Zu- und Abzug der Menschen. Eine  Pastoral, die vor wenigen Jahren noch passend war, kann heute schon an der Lebenswirklichkeit  der Menschen vorbei gehen. Der Stadtentwickler Klaus-Dieter Hoffmann erläutert  in dieser Ausgabe der INFO seine These, dass der »Wohnungsmarkt die katholische Struktur  bestimmt«. Sie finden Beispiele und Versuche, wie die Pastoral angemessen auf die  jeweilige Bevölkerungsentwicklung reagieren kann. Die Kirche muss da sein, wo die Menschen  sind. Im Tagesgebet heißt es: Gott ist es eine Freude, bei den Menschen zu wohnen.   

Eine gesegnete Karwoche und ein frohes Osterfest wünscht Ihnen  Hermann Fränkert-Fechter  

Hermann Fränkert-Fechter

Der Wohnungsmarkt bestimmt katholische Struktur

Klaus-Dieter Hoffmann über demographische Entwicklungen

»Berlin war schon immer eine dynamische Stadt. Die Kirche muss daher auch dynamisch sein.«

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Willkommen im Land zum Leben

Eindrücke aus dem Pastoralen Raum Usedom-Anklam-Greifswald

Mecklenburg-Vorpommern will das Land zum Leben sein, und es steckt viel Überlegung und Marketing hinter diesen Worten.

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Wo Volksglaube auf Diaspora trifft

Integration in der Grenzregion mit der »Kraft der Kirche«

Ende Februar haben sich Vertreter in Löcknitz getroffen, um Erfahrungen auszutauschen und die Integration mit konkreten Vorhaben voranzutreiben.

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750-Jahrfeier Heiligsprechung hl. Hedwig

Fahrt nach Breslau der Verantwortungsträger in den Pastoralen Räumen

Vom 20. bis 22. Oktober 2017 fuhren über 70 Engagierte mit Erzbischof Koch nach Breslau/Wrocław, zum Grab der Heiligen Hedwig nach Trebnitz/Trzebnica und nach Kreisau/Krzyżowa.

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Inhalt aktuelle Ausgabe (Nr. 124)

  • VORWORT
    Hermann Fränkert-Fechter
  • »Der Wohnungsmarkt bestimmt die katholische Struktur«
    Klaus Dieter Hoffmann über demografische Entwicklung
    Alfred Herrmann
  • »Willkommen im Land zum Leben«
    Eindrücke aus dem Pastoralen Raum Usedom-Anklam-Greifswald
    Dr. Christian Berkenkopf
  • »Der Zuzug von Menschen führt nicht automatisch zum Anwachsen«
    Eindrücke aus dem Pastoralen Raum Oranienburg-Birkenwerder-Hennigsdorf
    Katrin Schmidt
  • »Eine offene Tür zeigt auf ein offenes Herz.«
    Neues Gemeinde- und Begegnungszentrum für die Pfarrei Buckow-Müncheberg
    Alfred Herrmann
  • »Viel Engagement für das Gemeindeleben und die sozialen Fragen im Bezirk.«
    Erste Eindrücke aus Marzahn-Hellersdorf
    Pater Josef Kahmann SDB
  • »Wo Volksglauben auf Diaspora trifft«
    Kirche in der Oder-Grenzregion
    Christina Bustorf
  • »Was ist dir heilig?« - »LICHT.REICH«
    Kathedralprojekte
    Carla Böhnstedt
  • 750-Jahrfeier der Heiligsprechung der Hl. Hedwig«
    Von der Fahrt nach Breslau für Verantwortungsträger in den Pastoralen Räumen
    Uta Raabe
  • »Der Verlust der Heimat ist schwerwiegend.«
    Interview mit Amil Gorgis von der Syrisch-Orthodoxen Gemeinde#
    Michael Haas
  • »Runter vom Berg«
    Impulstag »Kirchenentwicklung« liefert Anregungen zur Entwicklungsphase
    Alfred Herrmann
  • Buchbesprechung
    »Stadt – Land – Kirchen« von Christine Goetz und Constantin Beyer
    Konstantin Manthey

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