Zu entdecken: Berlins katholische Sakralarchitektur

Kirchenräume

Im Jahr 2018 setzt der Kunsthistoriker Konstantin Manthey die beliebten Kirchenführungen an jedem 1. Mittwoch des Monats fort. Auch dieses Mal soll die Entwicklung moderner Bauideen im Mittelpunkt stehen. Mit drei evangelischen Sakralräumen weitet sich der Blick auf andere Kirchen.

Beginn ist 18 Uhr, wenn nicht gesondert vermerkt. Der Eintritt ist frei.

Termine 2018

3. Januar 2018


Zum Guten Hirten

Kurze Str. 4, 10315 Berlin

7. Februar 2018

St. Thomas (ev.)

Bethaniendamm 23-27, 10997 Berlin

7. März 2018

St. Konrad

Rubenstr. 78, 12157 Berlin

4. April 2018

St. Anna

Frauenlobstr. 7-11, 12437 Berlin

2. Mai 2018

Ev. Kirche Am Lietzensee

Herbartstr. 4-6, 14057 Berlin

6. Juni 2018

St. Bonifatius, Bad Belzig

Brücker Landstr. 1, 14806 Bad Belzig


4. Juli 2018

St. Johannes Baptist, Fürstenwalde

Seilerplatz 2, 15517 Fürstenwalde

1. August 2018

St. Nikolaus

Techowpromenade 35-43, 13437 Berlin

5. September 2018

 

St. Antonius

Rüdersdorfer Str. 45a, 10243 Berlin

10. Oktober 2018

Koptische Kirche (ehem. ev. Glaubenskirche)

Roedeliusplatz 2, 10365 Berlin

7. November 2018

St. Maximilian Kolbe

Maulbeerallee 15, 13593 Berlin
5. Dezember 2018

Alte Kirche Hl. Familie (St. Josefsheim)

Pappelallee 60/61, 10437 Berlin

Die Kirchen des Erzbistums Berlin sind nicht sehr alt, aber prägnant. Die am ehemaligen Friedrichsforum (heute Bebelplatz) auf Geheiß Friedrichs des Großen (Grundsteinlegung 1747) erbaute St. Hedwigs-Kirche (Kathedrale des Bistums Berlin erst seit 1930) wurde 1773 geweiht und war die erste katholische Kirche Berlins nach der Reformation und blieb bis weit ins 19. Jahrhundert auch die einzige katholische Kirche der Stadt.

Ab 1870 wurde Berlin als neue Hauptstadt des deutschen Kaiserreichs aufgebaut - Gründerzeit auch für die Katholiken im Zuge der Industrialisierung der Stadt und der Massenzuwanderung aus östlichen Gebieten des Deutschen Reiches, besonders aus dem katholischen Schlesien. In zügiger Folge entstanden nun Großkirchen mit anspruchsvollen, geradezu opulenten Ausstattungen von bekannten Baumeistern ihrer Zeit wie Christoph Hehl, Max Hasak, August Menken und Engelbert Seibertz - kirchlicher Historismus in eindrucksvoller Ausführung.

Auch der Kirchenbau der 1920-30er Jahre, der zeitgenössische Strömungen wie Expressionismus und Bauhaus aufgreift ist durch bedeutende Beispiele vertreten. Nach 1945 entstanden ebenfalls hochrangige katholische Sakralbauten. Zu den bedeutensten zählt Maria Regina Martyrum, symbolträchtige Gedenkkirche der deutschen Katholiken für die Glaubensmärtyrer in der Zeit des Nationalsozialismus. Der jüngste und viel diskutierte Kirchenbau ist die 2002 geweihte Kirche St. Canisius in Berlin-Charlottenburg.