Zu entdecken: Berlins katholische Sakralarchitektur

Kirchenräume

Im Jahr 2018 setzt der Kunsthistoriker Konstantin Manthey die beliebten Kirchenführungen an jedem 1. Mittwoch des Monats fort. Auch dieses Mal soll die Entwicklung moderner Bauideen im Mittelpunkt stehen. Mit drei evangelischen Sakralräumen weitet sich der Blick auf andere Kirchen.

Beginn ist 18 Uhr, wenn nicht gesondert vermerkt. Der Eintritt ist frei.

Termine 2018 / 2019

5. Dezember 2018

 

2. Januar 2019


Alte Kirche Hl. Familie

Pappelallee 60/61, 10437 Berlin

Samariterkirche (ev.)

Samariterplatz, 10247 Berlin

6. Februar 2019

St. Joseph

Müllerstraße 161, 13353 Berlin

13. März 2019

Maria Regina Martyrum

Heckerdamm 230-232, 13627 Berlin

3. April 2019

St. Antonius

Plantagenstraße 23/24, 14482 Potsdam-Babelsberg

8. Mai 2019

Hl. Drei Könige

Frddersdorfer Weg 22, 12589 Berlin

5. Juni 2019

 

Mater Dolorosa

Greifswalder Straße 18 A, 10405 Berlin


3. Juli 2019

 

7. August 2019

 

4. September 2019

 

2. Oktober 2019

 

6. November 2019

 

4. Dezember 2019

 

Herz-Jesu-Kiche

Prinz-von-Homburg-Straße 4, 16845 Neustadt/Dosse

St. Ludwig

Ludwigkirchplatz 10719 Berlin

St. Judas Thaddäus

Bäumerplan 1-7, 12101 Berlin

Herz Jesu-Kirche

Augustin-Sandtner-Straße 3, 16515 Oranienburg

St. Annen-Kirche (ev.)

Königin-Luise-Straße 55, 14195 Berlin-Dahlem

Bruder-Klaus-Kirche

Bruno-Taut-Ring 9 D-G, 12359 Berlin

Die Kirchen des Erzbistums Berlin sind nicht sehr alt, aber prägnant. Die am ehemaligen Friedrichsforum (heute Bebelplatz) auf Geheiß Friedrichs des Großen (Grundsteinlegung 1747) erbaute St. Hedwigs-Kirche (Kathedrale des Bistums Berlin erst seit 1930) wurde 1773 geweiht und war die erste katholische Kirche Berlins nach der Reformation und blieb bis weit ins 19. Jahrhundert auch die einzige katholische Kirche der Stadt.

Ab 1870 wurde Berlin als neue Hauptstadt des deutschen Kaiserreichs aufgebaut - Gründerzeit auch für die Katholiken im Zuge der Industrialisierung der Stadt und der Massenzuwanderung aus östlichen Gebieten des Deutschen Reiches, besonders aus dem katholischen Schlesien. In zügiger Folge entstanden nun Großkirchen mit anspruchsvollen, geradezu opulenten Ausstattungen von bekannten Baumeistern ihrer Zeit wie Christoph Hehl, Max Hasak, August Menken und Engelbert Seibertz - kirchlicher Historismus in eindrucksvoller Ausführung.

Auch der Kirchenbau der 1920-30er Jahre, der zeitgenössische Strömungen wie Expressionismus und Bauhaus aufgreift ist durch bedeutende Beispiele vertreten. Nach 1945 entstanden ebenfalls hochrangige katholische Sakralbauten. Zu den bedeutensten zählt Maria Regina Martyrum, symbolträchtige Gedenkkirche der deutschen Katholiken für die Glaubensmärtyrer in der Zeit des Nationalsozialismus. Der jüngste und viel diskutierte Kirchenbau ist die 2002 geweihte Kirche St. Canisius in Berlin-Charlottenburg.