Frauenpastoral im Erzbistum Berlin

Herzlich Willkommen

Die Passionszeit als Quarantäne

In Zeiten des neuen Coronavirus assoziiert man das Wort „Quarantäne“ gleich mit einer ansteckenden Krankheit. Um eine Verbreitung der Krankheit zu verhindern, werden Menschen mit Verdacht auf ein ansteckendes Virus in Isolation versetzt, eben unter Quarantäne gestellt.

Weil aber der Ursprung des Wortes in Zeiten der Seuchen im Mittelalter auf die biblische Zahl „40“ verweist (quarantina di giorni) und das Sich-Zurückziehen in der Bibel berücksichtigt (vgl. 3. Buch Mose), bietet „Quarantäne“ als Begriff auch Anregungen für die Passionszeit. Denn die bewusste Entscheidung, sich für 40 Tage – zumindest innerlich – zurückzuziehen, liegt im Zentrum der Fastenzeit. Interessanterweise deutet der Begriff cuarantena im spanischsprechenden Kontext auf die Wichtigkeit einer gewissen Zeit „alleine" für Mütter mit ihren Neugeborenen direkt nach der Geburt hin, was der Gesundheit und der Beziehung dienen soll.

Gerade Zeiten des Alleinseins, sagte einmal Dietrich Bonhoeffer, dessen Todestag sich am bevorstehenden Gründonnerstag zum 75. Mal jährt, seien ungeheuer wichtig: „Wer Gemeinschaft will ohne Alleinsein, der stürzt in die Leere der Worte und Gefühle… Christen, die nicht allein mit sich fertig werden können, […] hoffen in der Gemeinschaft anderer Menschen Hilfe zu erfahren. Meist werden sie enttäuscht und machen dann der Gemeinschaft zum Vorwurf, was ihre eigenste Schuld ist… Suchst du Gott allein, so wirst du Freude empfangen.“  – aus Gemeinsames Leben.

Ferner regt das Wort Quarantäne – gerade in der Passionszeit – an, sich solidarisch zu zeigen mit Menschen, die aus verschiedenen Gründen isoliert sind bzw. sich in Quarantäne befinden. Gefordert sind wir, unser Mitgefühl und unsere Betroffenheit zu zeigen, sei es durch eine Karte oder einen mit der Hand geschriebenen Brief über Amnesty International, sei es durch Gebet oder ein Geschenk. Sich während der 40 Tage der Passionszeit gedanklich und/oder physisch zurückzuziehen, schärft die Wahrnehmung für das Schicksal von Menschen, die sich ungewollt in Isolation befinden – wie die zahllosen Menschen, die zurzeit durch das Coronavirus infiziert sind oder unter Verdacht stehen, erkrankt zu sein. Und die Passionszeit als Quarantäne schärft den Blick für denjenigen, der ab Palmsonntag zunehmend alleine nach Jerusalem geht, bis er schließlich alleine am Kreuz stirbt. Damit am Ende keine Quarantäne das letzte Wort behält. 
 
Pfarrer Dr. Jeffrey Myers, Frankfurt am Main

Salzburger Neutestamentlerin zur Frauenweihe

Warum auch Frauen Priester werden können

Warum dürfen Frauen keine Priester werden? Weil nur ein Mann den Mann Jesus Christus repräsentieren könne, heißt es oft. Die Salzburger Neutestamentlerin Marlis Gielen hält ihn ihrem Gastbeitrag dagegen – und begründet ihre Sicht mit der Bibel und einem ganz zentralen Sakrament. 

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Pilgern 2018

Pilgern 2019

Die Frauenpastoral im Erzbistum Berlin bietet speziell Frauen einen Raum das eigene Leben und den eigenen Glauben gemeinsam zu vertiefen und  zu gestalten.

Der rote Faden ist unser Glaube an den menschenfreundlichen Gott, der uns begleitet und ermutigt, Verantwortung für uns und unser Leben zu übernehmen, selbstbewusst und zärtlich unseren ganz eigenen Weg zu finden und sowohl Welt als auch Kirche mitzugestalten.

Wir haben dabei die Erfahrung gemacht, dass es gut sein kann, ab und zu „unter uns“ zu sein: eigene  Frauenthemen besprechen, weibliche Lebens- und Glaubenserfahrungen zu teilen und gemeinsam Gott und das Leben zu feiern. Dabei lassen wir Raum für alle schwierigen und schönen Situationen unseres Lebens. Wir  lernen einander zu vertrauen, uns einander „anzuvertrauen“.

Die Frauenpastoral heißt alle Frauen willkommen innerhalb und außerhalb der katholischen Kirche: Unsere Angebote entstehen aus einer christlichen Grundhaltung und sind offen für Frauen jeder Nationalität, Weltanschauung oder sexueller Orientierung.

Wir arbeiten eng zusammen mit Verbänden, Einrichtungen und Organisationen in Kirche und Gesellschaft. Zu bestimmten Themen bieten wir Fortbildungen an, initiieren offene Veranstaltungen unter weiblichen Themenschwerpunkten und begleiten Frauen in ihren persönlichen Veränderungsprozessen.

Ganz besonders laden wir alle interessierten Frauen ein, sich mit ihren individuellen Begabungen in die Frauenseelsorge einzubringen, um so ein tragfähiges Netz aus vielfältigen Lebenswirklichkeiten zu bilden.

 

Flyer „Gender-Geschlechtersensibel“

+++ Termin fällt aus +++

Zwischenstopp im Kloster

ein Frauenwochenende

Freitag, 3. bis Sonntag, 5. April 2020

Ort: Abtei St. Gertrud, Klosterstr. 1, 15838 Am Mellensee
Kosten: 150 €

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+++ Termin fällt aus +++

„Es folgten ihm aber... viele Frauen“ (Lk 23, 27)

Leib- und Seelentag für Frauen zu Beginn der Karwoche

Samstag, 4. April 2020, 10.00 bis 16.30 Uhr

Mit: Gabriele Kraatz und Anne Borucki-Voß
Ort: Evas Arche, Große Hamburger 28, 10115 Berlin

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+++ Termin fällt aus +++

Ökumenischer Kreuzweg-Kirchgang 2020

Seht den Menschen

Montag, 6. April 2020, 17.00 Uhr

Es lädt ein die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands im Erzbistum Berlin – kfd
Treffpunkt: Mahnmal Levetzowstraße/Moabit

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Impressionen

zum Adventswochenende
„Zeit der Freude – Freudenszeichen“
Fotos von Gabriele Kraatz


Debatten, Anregungen und Kommentare

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  • Pressemitteilung des Frauenmissionswerkes vom 04.02.2020: „Das Problem kann binnen einer Generation verschwinden“ weiterlesen
  • Motivation, Auftrag … und doch auch Enttäuschung: Kommentar zu „Geliebtes Amazonien“ weiterlesen
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  • Bischof Bode zur Frauenfrage: Lebenswirklichkeit muss sich in der Lehre finden weiterlesen
  • Beziehung: Gewalt gegen Frauen durch Partner nimmt zu weiterlesen
  • Bischof Bode: Gewalt gegen Frauen betrifft auch die Kirche weiterlesen
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Zu aktuellen Diskussionen ...

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Gabriele Kraatz

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