„Nur mit Euch“Menschen am Rande im Ökumenischen Gottesdienst zum Tag der Deutschen Einheit

Im ökumenischen Gottesdienst zum Tag der Deutschen Einheit am Mittwoch, 3. Oktober 2018, 10.00 Uhr, findet das Motto des Tages „Nur mit euch“ eine besondere Konkretisierung: Neben Gästen aus Politik, Kultur, Gesellschaft und Religionsgemeinschaften wurden auch viele Menschen eingeladen, die entweder selbst am Rande der Gesellschaft stehen oder über ihre Arbeit mit Armen, Geflüchteten oder Obdachlosen in besonderer Weise verbunden sind.

Bischof Dr. Markus Dröge greift den Gedanken in seinem Grußwort im Gottesdienst auf: „‚Nur mit euch‘ wird hier in Berlin mit Leben gefüllt durch viele sozial engagierte Menschen. Dazu gehören die Stadtteilmütter, die sich in Neukölln und in andern Kiezen um die Integration von zugewanderten Familien kümmern. Sie waren selbst einmal neu in diesem Land und geben ihre Erfahrung jetzt weiter. Die Suppenküche der Franziskaner und die Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo geben täglich Menschen Zuwendung durch die Versorgung mit dem Nötigsten, aber auch dadurch, dass sie da sind, zuhören, beraten und begleiten. "Nur mit euch" bekommt dadurch ein Gesicht.

Mit Blick auf „simplifizierende Pauschalisierungen und wuterfüllte Empörungen des Populismus“ aber auch auf die Studie zur Aufarbeitung der Fälle von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche fordert Erzbischof Dr. Heiner Koch auf, „uns als Lernende zu verstehen“: „Wer nicht lernbereit ist, wer nicht die Grenzen seines Wissens, Fühlens und Handelns in aller Bescheidenheit anzuerkennen weiß, wer sich und seine Überzeugung für absolut hält und sich nicht als veränderungsnotwendig wahrnimmt, der ist mitten im Leben tot. Und eine Gesellschaft, die nicht lernfähig ist, erfriert und erstarrt.“

 

Grußwort Bischof Dröge

 

 

Predigt Erzbischof Koch