Fastenimpuls

Zeitraum von:

Zeitraum bis:

31. Mar 2019

„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist“

Das Gleichnis „Vom Verlorenen Sohn“ zählt zu den bekanntesten Texten der Evangelien. Da wird dem jüngsten Sohn die Welt zu eng. Er bricht aus, lässt sich sein Erbe auszahlen und will nun ein eigenständiges Leben führen. Doch er gerät mächtig unter die Räder. Er stürzt ins Bodenlose. Jetzt beginnt er zu ahnen, dass der Vater ihn nie aufgegeben hat und macht sich auf den Weg nach Hause. Da geschieht etwas Großartiges. Der Vater läuft, kaum hat er seinen Sohn erblickt, ihm entgegen und begrüßt ihn – mehr noch, er richtet ein großes Fest aus. Da kommt der ältere Sohn von der Arbeit zurück und versteht plötzlich die Welt nicht mehr. Er reagiert sauer und Eifersucht und Zorn steigen in ihm auf.

Die Geschichte Jesu ist eine Geschichte mit offenem Ende. Wir selber sind eingeladen, sie zu einem guten Schluss zu bringen. „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist“. Das ist die Einladung Jesu an uns.

Sr. Michaela Bank, Missionsärztliche Schwestern (MMS)

30. Mar 2019

"... wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden." (Lk 18, 14 )

"Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden." (Lk 18, 14)

Ganz klar: Niemand mag Angeber und arrogante Menschen, die Macht über andere aus-nutzen – so möchte ich selbst auch nicht sein. Aber will ich niedrig sein und am Boden bleiben?  Geerdet und ohne Allüren leben, das klingt gut. Aufrichtig und ehrlich bleiben, ebenso, -  auch, wenn es mir Nachteile bringt und meine Schwächen sichtbar werden! Ich kann mir sicher sein, dass ich auf diesem Weg von Gott begleitet werde – und höher hinaus geht es nicht.

Uta Slotosch, Ehrenamtskoordinatorin

29. Mar 2019

"Der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr, ihn allein sollst du lieben." (vgl. Mk 12,29-30)

One love, One blood, One life („One“ - U2, Irische Rockband) - Ziemlich wenig, sich nur auf eine Liebe, eine Beziehung, ein Leben einzulassen, oder? Ganz im Gegenteil: Den einzigen Herrn zu lieben oder sich durch Heirat mit ganzer Liebe einem Menschen ein Leben lang zu schenken, - das bringt uns doch dem Reich Gottes näher. Lassen wir dieses „einzig & allein“ einfach mal zu: One voice, One hope, One real decision („One Vision” - Queen, Britische Rockband).

Carlo Murru, Seminarmanagement

28. Mar 2019

Lass dich berühren!

Jesus sagte: „Wenn ich (...) die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist (...) das Reich Gottes schon zu euch gekommen.“ (Lk 11,20)

Nehmen wir SEINEN Finger wahr, wie er sich in unser Erdengeschehen einbringt? Uns immerzu entgegen kommt und für das Gute einstehen will?

Spüren wir die reinigende Kraft und Kreativität, die am Reich Gottes Hand anlegt – jetzt und hier?

Lass dich berühren!

Paula von Loë, Gemeindereferentin, Geistliche Einzelbegleitung

27. Mar 2019

"Der Herr, unser Gott, ist uns nah, wo immer wir ihn anrufen." (Dtn 4, 7)

„Nähe ist keine Frage der Entfernung“, steht auf dem Werbeplakat eines Bestellservice.
Gott: Immer erreichbar - fantastisch, immer für mich da - großartig.
Doch wie kann ich selbst Gott erreichen? - Hören.
Er erreicht mich, wo immer ich bin.

Berenike Maaß

26. Mar 2019

"Hab Geduld mit mir!" (Mt 18,26-29)

„Gebet für heute“

In der Hektik des Alltags,
gib mir Geduld mit meinen Mitmenschen, mit mir, mit dir.
Lass mich warmherzig und offen schauen
auf meine Mitmenschen, auf mich, auf dich.
Schenke dein Erbarmen. Mir, meinen Mitmenschen. Heute. Morgen.

Gabi Wolters UAC, Religionslehrerin

25. Mar 2019

Denn für Gott ist nichts unmöglich (Lk 1,37)

„Unmöglich! Das geht nicht. Das schaffe ich nicht!“ Uns Menschen sind solche Sätze bekannt. „Mit Gott“ gelingt es uns, zwischen den Zeilen zu lesen, Situationen anders anzuschauen, neue Lösungen zu finden.
Wenn wir bei Pallotti Mobil e.V. „mit Menschen unterwegs“ sind, trägt uns diese Zusage Gottes – immer wieder neu.

Gabi Wolters UAC, Religionslehrerin

24. Mar 2019

Wende Dich Gott zu und handle entsprechend.

"Erinnert euch an die achtzehn Leute, die starben, als der Turm Siloah einstürzte. Glaubt ihr wirklich, dass ihre Schuld größer war als die aller anderen Leute in Jerusalem? Nein! Wenn ihr nicht zu Gott umkehrt, wird es euch ebenso ergehen." (Lk 13, 4-5)

Wenn der Chef in der Sitzung meinen Kollegen kritisiert, kann ich mich zurücklehnen und habe wohl alles gut gemacht? Die Freundin hat sich beim Sprung aus großer Höhe den Fuß gebrochen – tja, das kann mir nicht passieren! Spaziergänger gingen an einem Turm entlang und genau in diesem Augenblick brach er zusammen und sie starben … wahrscheinlich alles Sünder?

Mensch, was soll das? Glaub ich wirklich, ich bin unfehlbar? Zu klug, zu lieb, zu geschickt - mich betrifft das nicht?! Jesus korrigiert diesen bequemen Gedanken und sagt deutlich: Wende Dich Gott zu und handle entsprechend.

Uta Slotosch, Ehrenamtskoordinatorin

23. Mar 2019

"Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn." (Lk, 15. 18 - 20)

"Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner. Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn." (Lk, 15. 18 - 20)

Kann ich an eine solche Liebe des Vaters glauben? Dass er auf mich wartet, mir entgegenkommt. Das übersteigt jede menschliche Vorstellung. Treibt Jesus die Liebe des Vaters auf die Spitze? Nein, er nimmt uns die Furcht vor einem strafenden Gott. Dieses Entgegenkommen Gottes wünsche ich mir am Ende meines Lebens. Dann tut sich der Himmel auf und alle menschliche Verurteilung hat keinen Bestand. Das wunderbarste Gottesbild das uns Jesus verkündet hat.

Sr. Irmgard Langhans OSF

22. Mar 2019

"Was wird er mit solchen Winzern tun?" (Mt 21, 38-40)

"Als die Winzer den Sohn sahen, sagten sie zueinander: Das ist der Erbe. Auf wir wollen ihn töten, damit wir seinen Besitz erben. Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und brachten ihn um. Wenn nun der Besitzer des Weinbergs kommt: Was wird er mit solchen Winzern tun?"  (Mt 21, 38-40)

Den ganzen Ertrag des Weinbergs wollen die Knechte. Habgier und Neid sind alltägliche, menschliche Erfahrungen. MEHR, MEHR, macht so krank, dass man vor nichts zurückschreckt. Lebenslanger Streit und Neid zerreisen manche Familienbande, vor allem wenn es um das Erbe geht. Was kann ich dem Nächsten nicht gönnen? Fühle ich mich benachteiligt?

Wir alle sind Knechte und Mägde im Weinberg Gottes, in seiner Schöpfung. 

Dass er uns den gerechten Lohn zukommen lässt, darauf können wir vertrauen. Jesus ist der Garant für diese Liebe Gottes. Auch wenn das Leben nach Scheitern aussieht, kann sich das Herz mit Zufriedenheit und Freude füllen. Denn der Maßstab Gottes ist ein Anderer. Lassen wir uns diesen Glauben und diese Gewissheit schenken.

Sr. Irmgard Langhans OSF