Unterbrechung
Impuls zur Wochenmitte
Hoffnung ist eine der großen Botschaften des Christentums. Warum sie glauben und auf ein Mehr hoffen, erzählen hier Christinnen und Christen. Persönliche Glaubenszeugnises und mutmachende Gedanken in der Wochenmitte, um die Seele aufzutanken.
07. Juli 2021
Knut - Erik - Olav - die nordischen Heiligen
Der Gedenktag am 10. Juli erinnert uns an die Geschichte der Christianisierung in den nordischen Ländern. Die Könige Olav von Norwegen (+1030), Knud von Dänemark (+1086) und Erik von Schweden (+1160) haben wesentlich dazu beigetragen, dass der christliche Glaube von der Bevölkerung angenommen wurde. Durch ihre Strenge bei der Umsetzung der Moralvorstellungen des Christentums entstanden aber Konflikte mit den Stammesfürsten, die letztlich zum Martyrium der Heiligen Olav, Knud und Erik führten.
Als Beispiel können wir auf Olav II. schauen. Er nahm als junger Mann an wilden Wikingerzügen im Ostseeraum teil, ließ sich aber, bevor er Norwegen zu einem Königreich einte, in der Normandie taufen. In Norwegen setzte er sich zielbewusst für den neuen Glauben und das christliche Recht ein. Letztlich wurde er von Stammesfürsten vertrieben und erlitt bei seinem Versuch der Rückeroberung den Märtyrertod. Nach dem Tod dieses umstrittenen Königs entwickelte sich in Norwegen eine große Verehrung. Mit der Heiligsprechung von St. Olav im Jahr 1031 wurde sein Grab im Nidarosdom in Trondheim zu einem bedeutenden Wallfahrtsort.
Pilgerwanderungen auf den Olavswegen erleben heute eine Renaissance. Manche Pilger suchen die heilende Kraft der Natur, andere machen sich auf den Weg nach einem Schicksalsschlag oder einer schlimmen Diagnose, viele suchen die Stille und ein spirituelles Erlebnis, wohl alle fasziniert die grandiose Natur und die Gemeinschaft in den Pilgerhöfen. Das Ziel aller Olavswege ist der Nidarosdom in Trondheim, eine prächtige Kathedrale, die das Nationalheiligtum Norwegens ist. Nach langer Wanderung gelangen die Pilgerinnen und Pilger zu diesem großartigen Gotteshaus. Seine Architektur, die Gemälde und Skulpturen verbindet jeden Besucher mit dem Heiligen vergangener Zeiten.
Hermann Fränkert-Fechter
Vorsitzender des Bonifatiuswerks im Erzbistum Berlin
Buchhinweis:
Sybille Hardegger
„Weiter Himmel – stille Wege. Pilgerwege zu den heiligen Stätten des Nordens“, Hg. Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken, Kösel-Verlag
30. Juni 2021
Heiliger Otto, Bischof von Bamberg - Ein Vielgereister
Otto ist für mich ein sehr vertrauter Name und der Heilige Otto ein wichtiger Schutzheiliger – mein Vater hieß Otto und so wurde dieser Namenstag jedes Jahr gefeiert.
Der heilige Otto ist in seinem Leben sehr viel gereist und kannte die bedeutenden Orte im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Er lebte zur Zeit des Investiturstreites und wirkte maßgeblich an den Beschlüssen des Wormser Konkordates von 1122 mit.
Er war nicht nur ein vielgereister sondern auch ein sehr gut vernetzter Mann mit vielen wichtigen über-regionalen Kontakten, der mit seiner Menschenkenntnis, seiner Empathie und seiner Begabung zur Vermittlung dem Frieden und der Verbreitung des Christentums diente. Sein ausgleichendes Wesen und seine hohe Einsatzbereitschaft verschafften ihm, wo immer er hinkam, rasch Anerkennung und eine erstaunliche Durchsetzungskraft.
Seine zwei Missionsreisen nach Vorpommern verschafften ihm den Beinamen „Apostel der Pommern“.
Für unser Pfarrgebiet zwischen der Insel Usedom, den Orten Anklam, Wolgast, Gützkow und Greifswald ist er genau der richtige Patron. Otto hat das Reisen nicht gescheut – unser Pfarrgebiet hat gut 2‘700 qkm. Er hat in unserer Gegend vielfältig gewirkt und deutliche Spuren hinterlassen: Otto hat den Grundstein für die erste Kirche in Gützkow gelegt, der Wartislaw-Gedenkstein steht in der Nähe von Stolpe bei Anklam (Stein zum Gedenken an die Taufe des Pommernherzogs Wartislaw I. durch Otto von Bamberg), das große Otto-Kreuz auf dem Usedomer Schlossberg – für dessen Restaurierung sich jetzt wieder eingesetzt wird – archäologische Funde eines christlichen Friedhofs aus dem 12.Jh. in Usedom, auch in Wolgast hat Otto gewirkt und die Petrikirche steht an der Stelle, an der Otto den heidnischen Tempel niederreißen ließ.
Otto war gut vernetzt – in einer großen Pfarrei ist es gut einen Patron zu haben, der sich mit Kommunikationswegen auskennt! Auch wenn wir heute weniger mit Pferd und Wagen reisen und weniger Feder und Pergament nutzen – aber für unsere Zeit ist es auch ganz gut so, dass wir schnellere Wege gefunden haben! Die Pfarrei St. Otto Usedom-Anklam-Greifswald freut sich am 30.Juni ihr Patronatsfest feiern zu können – wenn auch Pandemie-bedingt in kleinerem Rahmen – und genau diesen Patron ehren zu können.
Benita Geiger, Pfarrsekretärin der Pfarrei St. Otto
23. Juni 2021
Heiliger Johannes der Täufer - Ein Leben als Verweis
In der Kirche feiern wir heute den Johannistag – und ich habe heute Namenstag, denn der Heilige Johannes der Täufer ist mein Namenspatron.
Klar, alle Heiligen Gottes waren besondere Menschen, sonst wären sie nicht heiliggesprochen worden. Aber Johannes der Täufer scheint nochmal eine besondere Position einzunehmen, schließlich ist er neben der Gottesmutter Maria der einzige Heilige, dessen Geburtsfest in der römisch-katholischen Liturgie mit einem Hochfest begangen wird.
Johannes der Täufer war ein Bußprediger, der in der Zeit Jesu in Galiläa und Judäa auftrat und als Wegbereiter Jesu mit eigener Anhängerschaft gilt. Er taufte sogar Jesus im Jordan und ernährte sich der Überlieferung nach von Heuschrecken und wildem Honig. Ein asketischer und irgendwie schräger Typ.
Was mich an Johannes beeindruckt: Obwohl er auch eigene Anhänger hatte und sich selbst zum Erlöser und Retter hätte erklären können, tat er es nicht, sondern verwies immer auf Jesus: „Er muss wachsen, ich aber geringer werden.“ (Johannes 3,30)
Für mich ist der Hl. Johannes der Täufer ein Vorbild in Sachen Eitelkeit und Entschiedenheit. Ihm ging es nicht um sich, obwohl auch er umschwärmt wurde. Er erlag nicht der Versuchung sich selbst für den größten zu halten, sondern lebte beeindruckend konsequent und entschieden. Für mich stellt sich daher am Johannistag die Frage: Wie kann ich mit meinem Leben auf Christus verweisen? Es muss ja nicht immer ein asketischer Lebensstil mit Heuschrecken und wildem Honig sein…
Johannes Rogge
16. Juni 2021
Antonius von Padua - Helfer für Verlorenes
Der Hl. Antonius von Padua ist Patron meiner Gemeinde in Potsdam Babelsberg. Sein Leben und sein Zeugnis beeindrucken mich und können auch heute noch Vorbild sein.
1195 wurde Antonius in Lissabon in einer begüterten Adelsfamilie geboren und bekam eine qualifizierte Ausbildung bei den Augustiner Chorherren.
Sein Suchen und Fragen nach Gottesauftrag und Gotteswahrheit führten ihn zu den Franziskanern. Er tauschte sein schickes Augustinergewand gegen eine einfache Kutte, seine finanzielle Sicherheit in Armut und Einfachheit, seine Gebundenheit an seine Heimat um in auf dem Weg sein zu den Menschen.
Über Umwege gelangte er dann nach Italien. Ohne Sprachkenntnisse und Vorteile durch Herkunft und Ausbildung nahm er seinen Weg an. Er wurde der Diener seiner Brüder. Diese erkannten bald seine Redegewandtheit und seine sehr guten Bibelkenntnisse. Er überzeugte durch sein Leben und Handeln. Seine Predigten füllten Kirchen und Plätze, Zweifler und Ungläubige wurden mitgerissen. Sein Reden über Gott gab den Menschen Halt und Zuversicht in unruhigen Zeiten.
Antonius hat in fast allen katholischen Kirchen dieser Welt einen eigenen Platz, und somit dürfte er schon Vielen von uns begegnet sein.
Durch die Fußwallfahrt unserer Gemeinde nach Padua (2013-2019) bin ich ihm ein ganzes Stück nähergekommen, vertrauter geworden. Er ist ein wichtiger Fürsprecher in Zeiten des Umbruchs und Aufbrechens, um Mut zu finden, Neues zu wagen und doch zu wissen: Gott bleibt Gott, egal was kommt.
So beten wir: Gott lass uns vertrauen wie Antonius und mach uns zu überzeugenden Boten Deiner Frohen Botschaft.
Ida Reinecke
PGR-Vorsitzende von St. Antonius, Potsdam-Babelsberg
09. Juni 2021
Norbert von Xanten - ein einfacher Bußprediger
In Magdeburg und im Land Sachsen-Anhalt wurde ein neuer Landtag gewählt. Viele machen sich vor der Wahl Gedanken, wem sie ihre Stimme geben, und wie die künftige Regierung das Land gestalten wird?
Vor fast 900 Jahren, genau im Jahr 1126, wurde in Magdeburg ein neuer Bischof eingesetzt: Norbert von Xanten. Vom Volk gewählt wurde er nicht, sondern von Papst und König dazu bestimmt.
Das Leben des Hl. Norbert weist mehrere Brüche auf. Seine gesicherte Laufbahn als gut ausgestatteter Chorherr und Hofkaplan gab er auf und zog als einfacher Bußprediger durch Europa. Wie glaubwürdig seine Predigten und damit er selbst war, zeigt sich daran, dass er bald eine Gruppe von Anhängern um sich scharte und im französischen Prémontré eine Ordensgemeinschaft gründete, die sich schnell in Europa verbreitete: die Prämonstratenser. 1126 wurde er Erzbischof von Magdeburg.
Es wird überliefert, dass er bei seiner Einführung als Bischof in Magdeburg barfüßig erschienen sei. Der Pförtner der erzbischöflichen Palais wollte ihn rauswerfen, weil er meinte, dass es sich um einen Straßenjungen handelte, und für solche sei im erzbischöflichen Palais kein Platz. Als er erfuhr, dass dieser barfüßige Mann wirklich der Erzbischof ist, rechnete er mit seiner Kündigung. Doch der neue Erzbischof antwortete gekonnt: Dann muss der Palais so umgebaut werden, dass auch für solche einfachen Menschen dort Platz ist.
Dadurch hat sich Norbert nicht nur Freunde erworben. Doch die Geschichte hat gezeigt, dass so mancher Magdeburger ihm später seine Stimme gegeben hat. Und die Zukunft wird sicher auch davon abhängen, ob in den Palais Platz für einfache Menschen ist: in Magdeburg, in unserer Kirche, in unserem Land.
Prälat Stefan Dybowski
02. Juni 2021
St. Bonifatius - ein echter Missionsgeist
St. Bonifatius? Ja – so heißt die Kirche da neben dem Yorck Kino mitten in Kreuzberg! Und wer war das? Gute Frage! Ehrlich gesagt: Ich weiß nicht viel mehr, als manche wissen:
Ein echter Missionsgeist, der – wie es mir vorkommt – triumphal durch Germanien zog und – mir schleierhaft wie – schon in den Jahren kurz nach 700 n.Chr. unzählige Bistümer gründete. Das hat ihm den Titel ‚Apostel Deutschlands‘ eingebracht. Dargestellt findet man ihn u.a. mit der Axt in der Hand, zurückzuführen auf eine Legende. Sie besagt, dass durch ihn eine dem Kriegsgott Thor geweihte Eiche fallen musste, um aus ihrem Holz eine dem Hl. Petrus geweihte Kapelle zu bauen... O je – aus heutiger Sicht nicht nur rühmlich!
Was unbestritten wie rätselhaft bleibt: Wo hat er diese unendliche Power her mit dieser großen Wirkung, durch die christlicher Geist hier zulande nachhaltig lebendig blieb?
Im ökumenischen Heiligenlexikon entdecke ich Worte, mit denen er seine Kraftquelle deutlich beschreibt: “So flüchtet unser Geist zu Gott, der durch Salomo spricht: Mit ganzem Herzen vertrau auf den Herrn, bau nicht auf eigene Klugheit; such ihn zu erkennen auf all deinen Wegen, dann ebnet er selbst deine Pfade [Sprüche 3, 5f].“
Ja, das ist wohl eine Antwort. Und gleichermaßen eine Ansage. Von dieser heiligmäßigen Haltung sollte ich mir ab und zu eine Scheibe abschneiden.
Paula von Loe
GR und Geistliche Begleiterin
26. Mai 2021
Wenn Martin Luther und Philipp Neri sich gekannt hätten …?
Gedenktag: Philipp Neri (26.Mai)
Was wäre gewesen, wenn er dabei gewesen wäre, als Martin Luther seine Thesen verteidigt hat? – Natürlich sind solche Fragen „Was wäre, wenn …“ immer hypothetisch. Aber eines kann man wohl sagen: So ein Mann, der sich selbst nicht so wichtig genommen, dafür aber den Armen Unterkunft und Nahrung gegeben hat, hätte allen Beteiligten im Ringen um Reformen gutgetan.
Philipp Neri ist im Jahr 1515 geboren, zwei Jahre bevor Martin Luther seine Thesen verkündet hat. Durch seine Nähe zum benediktinischen Kloster Montecassino kam er mit vielen Mönchen in Berührung und wurde schließlich selbst Priester. Doch am liebsten predigte er auf der Straße. Dies tat er in so einfacher und humorvoller Weise, dass er schnell die Aufmerksamkeit, aber auch die Herzen der Menschen für Gott gewinnen konnte. Ich hätte ihn gern als Lehrmeister gehabt. Natürlich hatte er bald einen Fankreis um sich geschart, hatte aber auch heftige Kritiker. Papst Clemens VIII. holte ihn schließlich als Berater für seine Reformen. „Der Spaßmacher oder Narr Gottes“ wurde er oft genannt.
Vor wenigen Tagen ging in Frankfurt der 3. Ökumenische Kirchentag zu Ende. Bei solchen Kirchenversammlungen wird die Sehnsucht nach der Einheit im Glauben wie auch das Bemühen um Schritte der Annäherung besonders deutlich. Es ist müßig, darüber nachzudenken, ob die Reformation damals anders verlaufen wäre, wenn ein „Eiferer“ und ein „Narr“ zusammentreffen. Unsere Aufgabe ist es, heute Schritte zu gehen, die der Einheit wieder näherkommen. Und dazu braucht es beides: ein ehrlicher Einsatz für das Evangelium und die Demut, dabei sich selbst nicht so wichtig zu nehmen.
Prälat Stefan Dybowski
19. Mai 2021
Ein blutbeflecktes Hemd versteckt - Hl. Rita von Cascia
Rita war eigentlich ihr Kosename. Margherita Lotti kam um 1380 in einem kleinen Dorf in Umbrien zur Welt. Ihre Eltern waren Hirten und Bauern. Im nahegelegenen Cascia ging sie auf eine Schule und wurde von Augustinermönchen erzogen. Mit jungen Jahren heiratete sie Ferdinando di Mancino.
Politische Spannungen und Rivalitäten kennzeichneten damals die Gesellschaft. Hass und Rachegedanken spalteten Völker und sogar Familien. Die Familie ihres Mannes war in diese Spannungen verwickelt, und ihr Mann wurde ermordet. Rita kann den Mördern ihres Mannes vergeben. Um zu verhindern, dass ihre Söhne den Tod ihres Vaters rächen und es zu neuem Blutvergießen kommt, versteckt Rita das blutbefleckte Hemd des Vaters. Doch seine Familie gibt nicht auf, es kommt zu neuen Feindseligkeiten und weiterem Blutvergießen.
Vieles hat sich verändert seit dieser Zeit. Doch geblieben ist in den Köpfen oder Herzen so vieler Menschen leider der Gedanke, dass Rache ein Ende der Gewalt und den Frieden bringen würde. Dass dies so nicht funktioniert, hat die Geschichte doch oft gezeigt.
Schon als Jugendlicher habe ich andere bewundert, die ihren verletzten Stolz nicht zur Schau getragen oder sogar in Rache umgesetzt, sondern nach Wegen des Dialogs und der Versöhnung gesucht haben.
Prälat Dr. Stefan Dybowski
12. Mai 2021
Eisheilige - Vier eisige Herren und eine Frau
Die Eisheiligen bewahren nicht nur vor Frost!
Endlich kann ich meine frostempfindlichen Tomatenpflanzen draußen einpflanzen. Wer sich ganz genau an Bauernregeln orientiert, wartet vermutlich noch bis Samstag, denn erst am Samstag ist der Gedenktag der „kalten Sophie“ und eine alte Wetterregel besagt: „Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist.“ Anfang Mai gibt es oft einen Kälteeinbruch mit Frostnächten und so erhielten die Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia von Rom, deren Gedenktage zwischen dem 11. und 15. Mai liegen, die Bezeichnung „Eisheilige“. Es sind Heilige der frühen Christenheit. So war Sophia eine junge römische Frau, die sich zum Christentum bekannte und während der diokletianischen Christenverfolgung in Rom 304 getötet wurde.
Mich fasziniert nicht nur die alte Bauerregel, sondern vor allem diese Heiligen, die für Jesus Christus und seine Botschaft von einem Leben und Freiheit schenkenden Gott einstehen - und danach handeln. Sie mahnen mich: Raus aus der Komfortzone! Und der erste Schritt dazu heißt: Hinschauen. Morgen beginnt der Ökumenische Kirchentag unter dem Leitwort: Schaut hin! Jesus fordert seine Jünger auf: Schaut hin, übernehmt Verantwortung und gebt ihr den Menschen zu essen. (Mk 6, 37-38)
Christopher Maaß
05. Mai 2021
Systemrelevant: der hl. Florian und die Feuerwehr
Die Feuerwehr gehört mit Sicherheit dazu.
Gestern am 4. Mai, war der Namenstag des hl. Florian. Er ist der Patron der Feuerwehrleute. Florian lebte im 4. Jahrhundert und hat sich für verfolgte Christen eingesetzt. Bald wurde er selbst verfolgt und in der Enns, einem Fluss in Österreich, ertränkt. Seitdem gilt er als Schutzpatron bei Hochwasserkatastrophen und für die Feuerwehr.
Feuerwehrleute müssen schnell erreichbar sein. Doch Erreichbarkeit ist nicht nur eine Sache von Telefon und schnellen Autos. Manche Menschen würden gern mit jemandem über ihre Sorgen oder ihr Leid sprechen. Doch der andere will diese Sorgen gar nicht hören. Das geht mich nichts an, das ist mir egal. Menschen, die auch innerlich erreichbar sind, sind eine Kostbarkeit.
Ich möchte allen Feuerwehrleuten ein großes Dankeschön sagen – denen, die in ihren Schutzanzügen auf den Feuerwehrautos im Dienst sind, und auch all denen, die unsichtbar im Alltag da sind, wo sie gebraucht werden. Sie sind systemrelevant.
Prälat Stefan Dybowski