Am 13. August 1961, vor 65 Jahren, brachte der Bau der Berliner Mauer unermessliches Leid: Unzählige Familien wurden getrennt, auch das kirchliche Leben in beiden Teilen der Stadt erlebte tiefe Einschnitte. Weihbischof Dr. Matthias Heinrich feiert aus diesem Anlass am Donnerstag, 13. August 2026, um 18.00 Uhr in der Sankt Hedwigs-Kathedrale eine Heilige Messe zum Gedenken an die Opfer der Teilung – und an die Menschen, die bei Fluchtversuchen ihr Leben verloren haben.
Nur drei Tage nach dem Mauerbau, am 16. August 1961, wurde der spätere Kardinal Alfred Bengsch zum Bischof von Berlin ernannt. Wie kaum ein anderer verkörperte er die Einheit des fortan durch die Mauer getrennten Bistums. Trotz unterschiedlicher kirchlicher Strukturen in Ost und West blieb das Bistum Berlin geeint, verbunden im Glauben und in der Verantwortung füreinander.
Weihbischof Heinrich sieht darin bis heute eine Botschaft: „Ein Bistum, ein Bischof, eine Kathedrale – mitten in der Teilung war das ein starkes Zeichen. Gerade heute, da der Zusammenhalt unserer Gesellschaft neu auf die Probe gestellt wird, bleibt es Auftrag und Ermutigung zugleich: das Verbindende zu suchen und Brücken statt neuer Mauern zu bauen."