Thema: Lebensschutz
Position der katholischen Kirche
Das Leben zu schützen vom „ersten bis zum letzten Herzschlag“, ist eine zentrale Aufgabe der ganzen Menschheitsfamilie, der sich die Katholischen Kirche in besonderer Weise verpflichtet weiß.
Sowohl der Glaube an Gott, ohne dessen schöpferische Kraft kein Leben möglich wäre, als auch ethische Überzeugungen von der Würde jedes Menschen – unabhängig von seiner Leistungsstärke – sind die wesentlichen Grundlagen für die Haltung der Kirche.
Zentral ist die Überzeugung, dass in jedem Menschen, unabhängig von Alter, Kultur, Staatsangehörigkeit, Religion und Status Jesus lebt und wirkt. (vgl. z.B. Matthäus-Evangelium 25, 40)
Position der CDU
- will Beratungsangebote und Frühe Hilfen für Familien stärken
- setzt sich für besseren Kinderschutz und Gewaltschutz ein
- möchte mehr bezahlbaren Wohnraum für Familien schaffen
- will Zugänglichkeit zu Familienleistungen erleichtern und Familienzentren weiterentwickeln
Position der SPD
- setzt sich für eine entkriminalisierende und diskriminierungsfreie Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs ein
- möchte die assistierte Reproduktion für unterschiedliche Familienmodelle fördern
- spricht sich für das Gleichstellungsgesetz sowie die Gleichstellung von Regenbogenfamilien ein
- setzt sich für den Schutz von Kindern vor Gewalt ein und möchte eine unabhängige Stelle gegen sexuellen Missbrauch einrichten
Position der Grünen
- setzen sich für eine Liberalisierung des Abtreibungsrechts ein
- wollen die Reproduktionsmedizin ausbauen und unterschiedliche Familienformen unterstützen
- stärken Familienservicebüros und psychosoziale Beratungsangebote
- wollen verbindliche Kinderschutzstandards etablieren und prüfen die Einrichtung eines Betroffenenrats zu sexualisierter Gewalt auf Landesebene
Position der Linken
- setzt sich für die Streichung des § 218 StGB und lehnt die Beratungspflicht und Wartefrist bei Schwangerschaftsabbrüchen ab, fordert Schwangerschaftsabbrüche in allen Plankrankenhäusern mit gynäkologischen Abteilungen zu ermöglichen und die Kosten sollen von den Krankenkassen übernommen werden
- will Familien stärker vor Armut schützen, etwa durch Wohnungstausch oder Quoten bei der Vermittlung im Geschützen Marktsegment, und Familienberatungsangebote ausbauen
- setzt sich für die rechtliche Gleichstellung von Regenbogenfamilien sowie die Weiterentwicklung des Selbstbestimmungsgesetz ein
- möchte religiöse Feiertage anerkennen und religiöse Bestattungsrituale ermöglichen
Position der AfD
- betont den Schutz ungeborenen Lebens und lehnt eine staatliche Förderung oder weitere Liberalisierung von Abtreibungen ab und möchte Adoptionen als Alternative zum Schwangerschaftsabbruch erleichtern
- will Frühen Hilfen sichern und Hochschulen familienfreundlicher gestalten
- will bei Trennungsfamilien Unterhalt an die Intensität der Betreuung koppeln, Kontaktabbrüche verbieten und Vaterschaften automatisch anerkennen
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Die Reihenfolge der aufgeführten Parteien entspricht der Reihenfolge der bei der letzten Berliner Wahl erreichten Stimmenzahlen.
Die Auswahl erfolgte nach Sichtung und Stichwortsuche in den Programmen; sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.