Thema: Bildung

Position der katholischen Kirche

Die Katholische Kirche betrachtet den Bildungsauftrag sowohl im Sinne der Bildung jedes einzelnen Menschen als auch der sozialen Bildung der Gesellschaft. Sie geht davon aus, dass jeder Mensch von Gott Gaben empfangen hat, die er durch Bildung entdecken und entfalten kann. Sie tritt dafür ein, dass auch im Bildungssystem - schulisch wie außerschulisch - Menschen lernen sollen, mit der Vielfalt aufgrund von Herkunft, Veranlagung und Biografie konstruktiv umzugehen, Schwächere nicht auszugrenzen, sondern sie soweit wie möglich zu integrieren und zu fördern.

Ein Kern der kirchlichen Bildungsarbeit ist es, die Menschen erfahren zu lassen, dass Gott alle Menschen liebt - mit ihren Stärken -  und nicht wegen ihrer Stärken - und mit ihren Schwächen.


Position der SPD

  • beitragsfreie Kita 
  • kleiere Gruppengrößen
  • Stärkung von Jugendarbeit sowie Orten für die Jugend (Übernachtung, Zentren)
  • Dabei setzen wir auf die vielfältigen, bestehenden Schulformen und Schulen – öffentliche wie freie Schulen, die wir mit ihren Stärken besser verbinden werden. 
  • Das 400 Millionen-Schulbauprogramm der vergangenen Wahlperiode bauen wir mit diesem Ziel weiter aus.
  • Wir stehen für ein Schulsystem, in dem alle Kinder und Jugendlichen möglichst gemeinsam und demokratisch lernen und individuell bestmöglich gefördert werden.Grundlegend dafür sind die Durchlässigkeit und eine hohe Qualität des gesamten Bildungssystems.
  • schrittweise multiprofessionelle Teams an Kitas, Grund- Regional-, Gesamt- und  Berufsschulen
  • ein besonderer Fokus auf dem Übergang von der frühkindlichen Bildung in die Schuleingangsphase und die Orientierungsstufe. 
  • die Verbindung verschiedener Schularten und Institutionen unter dem Dach eines Bildungscampus
  • Lehrer:innenberuf attraktiver machen
  • Programme wie  Erasmus+, eTwinning oder das Modell der Botschafterschulen stärken
  • duale Berufsausbildung; Investition in Berufsschulen

Position der AfD

  • Festhalten am dreigliedrigen System, mehr Eignungsprüfungen (Gymnasium, Uni), Homogenisierung von Klassen
  • Aufwertung des Abiturs
  • Förderung der MINT-Fächer
  • Deutschkenntnisse als Voraussetzung für alles
  • gegen Inklusion, Trennung der Kinder nach schulischen Leistungsniveaus vor Integration
  • gegen Orientierungsstufe, pro duales Studium und Handwerk
  • Deutliche Eingriffe im Bereich politischer Bildung zu erwarten bzw. Begrenzung der Freiheiten / freien Meinungsäußerung von Lehrer:innen
  • Vorschule an der KiTa, beitragsfreie Kitas mit höherem Betreuungsschlüssel
  • Ausgrenzung von Migranten durch Segregation nach Sprachkenntnissen
  • Eingriffe in die Schule v.a. dann durch Verordnungen.
  • Eingriffe in die Lebenswelt und Erziehung der Jugendlichen v.a. unter dem Stichwort "Gender-Mainstreaming" und "Frühsexualisierung"

Position der CDU

  • Verpflichtende Sprachstandsfeststellungen und -kurse VOR Einschulung  („Erst deutsche Sprache – dann erste Klasse“), dafür wird es verpflichtend
  • Handyverbot an Schulen / Klarnamenpflicht
  • Untersagung des Genderns
  • Verbesserung des Betreuungsschüssels an KiTas, Betreuung in mulitprofessionellen Teams
  • Qualität der frühkindlichen und schulischen Bildung, kleinere Gruppen und Klassen, 
  • Grundschulgarantie Mo-Fr, 08:00-14:00 Uhr
  • Zugangsvoraussetzungen zum Gymnasium werden verschärft - mindestens befriedigend
  • Beibehalt des Gymnasiums
  • höhere Leitungsanforderungen
  • Förderschulen UND inklusive Bildung
  • zuverlässige Unterstützung der Schulen in freier Trägerschaft
  • konfessioneller gemeinsamer Religionsunterricht regelmäßig und flächendeckend an allen Schulen im Land 
  • Prämie von 3.000 Euro für Ausbildung in Engpassberufen, kostenfreie Meisterausbildung

Position der Linken

  • Beitragsfreiheit in der Kita erhalten
  • kleinere Gruppen
  • verbindliches Vorschuljahr
  • mehr Personal
  • demokratische Teilhabe von Schüler*innen fördern
  • Abschaffung der Benotung in Kunst, Musik und Sport, sofern die Fächer nicht als Leistungskurse belegt werden
  • Einführung eines Fachs für „Beziehungen, Sexualkunde und Gesundheit“ nach britischem Vorbild
  • kostenlose Menstruationsprodukte an allen Schulen
  • Kinder- und Jugendtourismus ausbauen, Jugendherbergen und Schullandheime energetisch sanieren 
  • elternunabhängiges, bedarfsgerechtes BAföG als Vollzuschuss oberhalb der Armutsgrenze 
  • Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte und vielfältige Bildungsbiografien vereinfachen
  • Internationale Studierende und Geflüchtete unterstützen

Position der Grünen

  • Ausbildung fördern, Azubi-Bonus
  • Betreuungsschlüssel an KiTas senken, Ernährung dort verbessern
  • an allen Schulen multiprofessionelle Teams ermöglichen:  Lehrkräfte, Fachleute für Sonderpädagogik, Schulsozialarbeit und Psychologie, Assistent*innen für Verwaltungsarbeiten und Co. 
  • mehr Mitbestimmung für Schüler:innen
  • sinkende Schüler:innenzahlen nutzen, um die Situation von Lehrer:innen zu verbessern
  • Schulen mehr Eigenständigkeit geben und ihre fachliche sowie pädagogische  Profilbildung stärken.
  • längeres gemeinsames Lernen bis zur 6. Klasse ermöglichen sowie flexible  Schulausgangsphasen mit Wahlmöglichkeiten zwischen Abitur nach 12 oder  13 Jahren schaffen.
  • Abitur wahlweise in 12 oder 13  Jahren
  • Wir treten weiterhin dafür ein, dass Schüler*innen mit und ohne sonder pädagogischen Förderbedarf zusammen die Schule besuchen können.
  • Austausch zwischen staatlichen und freien Schulen stärken, um gegenseitig von Best-Practice-Beispielen zu profitieren
  • Schüler*innen stärker an Entscheidungen beteiligen und Schulkonferenzen als transparente, verbindliche Gremien mit eigenem Budget ausbauen.

Position der FDP

  • Qualitätsverbesserungen bei der Fachkraft-Kind-Relation stufenweise, ein vielfältiges Schulangebot mit Grundschulen, Förderschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gesamtschulen, Gymnasien und Berufsbildenden Schulen
  • 6 und 7 jähriger Abschluss an den Gymnasien 
  • digitale Bildung in Schulen stärken, praxisorientierte Bildung und Fachkräftesicherung, Ausbau der Kooperation zwischen Schulen und lokalen Unternehmen.
  • Bürokratieabbau und bessere Lehrergewinnung. Bildungsangebote für den ländlichen Raum verbessern. Die Regionale Schule soll abgeschafft werden, um mehr Vielfalt zu schaffen. 
  • Beibehalt der Förderschulen 
  • Abschaffung des Religionsunterricht in seiner aktuellen Form. „Als Ersatz könnte ein neutraler Fachunterricht über alle Religionen treten“
  • Finanzierung der Schulen in freier Trägerschaft rechtssicher, transparent und planbar ausgestalten und fördern

Position des BSW

  • Wahlmöglichkeiten und Verlässlichkeit für Menschen mit Behinderungen zu schaffen
  • Beitragsfreie Kita sichern
  • Verbesserung des Betreuungsschlüssels
  • frühe verbindliche Sprachstandsfeststellung ab dem vierten Lebensjahr als Voraussetzung für einen guten Grundschulstart
  • Handys und Tablets wollen wir aus den Klassenzimmern der Grundschulen verbannen.
  • dauerhafter Erhalt und Weiterentwicklung von Förderschulen als gleichwertige Wahlmöglichkeit
  • Gymnasium als eigenständige Schulform erhalten
  • Zugang zum und Verweilen am Gymnasium sollte primär von der Schülerleistung abhängen
  • mehr Leistungsorientierung
  • Stärkung der Berufsschulen und Vernetzung
  • Wir lehnen verpflichtende Gendersprache ab.

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Die Reihenfolge der aufgeführten Parteien entspricht der Reihenfolge der bei der letzten Landtagswahl erreichten Stimmenzahlen. Weitere Parteien schließen sich in alphabetischer Reihenfolge an.

Die Auswahl erfolgte nach Sichtung und Stichwortsuche in den Programmen; sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.