Christoph Urban Wichmann OP wird am Samstag, 12. September 2026 in Berlin-Moabit seine Feierliche Ordensprofess ablegen. Mit dem Gelübde, das auch „Ewige Profess“ heißt, bindet er sich für sein weiteres Leben an den Orden der Predigerbrüder.
Pater Christoph gibt sein feierliches Versprechen zu Ehelosigkeit, Armut und Gehorsam im Rahmen eines Gottesdienstes in der Dominikanerkirche St. Paulus (Berlin-Moabit). Die Profess wird der Provinzial der Dominikaner in Deutschland, Österreich und Ungarn, P. Elias H. Füllenbach OP, entgegennehmen.
Als Leitwort für seine Ewige Profess wählt Pater Christoph „Vestigia Christi sequi – den Spuren Christi folgen“ (1 Petr 2,21):
„Spuren Christi habe ich in meinem Leben an sehr unterschiedlichen Orten entdeckt: In Menschen, die mich haben aufhorchen lassen. In Entscheidungen, die zunächst gar nicht selbstverständlich waren. In Entwicklungen, die anders verliefen, als ich sie geplant hatte.
Und auch in meinem beruflichen Weg sehe ich im Rückblick eine Linie, die ich damals so noch nicht erkennen konnte. Den Spuren Christi zu folgen, heißt für mich, aufmerksam zu bleiben – auch dann, wenn der Weg nicht geradlinig verläuft.“
P. Christoph Wichmann OP ist seit Februar 2026 Geschäftsführer des Verbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK-Bundesverband e.V.), in dem rund 8.000 katholische Kitas in Deutschland organisiert sind.
Bevor er 2022 in den Dominikanerorden eintrat, arbeitete der Theologe 15 Jahre lang als Priester im Bistum Essen, zuletzt als Propst der Gemeinde St. Pankratius in Oberhausen-Osterfeld. Nach dem Noviziat legte Pater Christoph 2023 die Einfache Profess ab, sein zeitliches Gelübde. Seitdem lebt er im Dominikanerkonvent Sankt Paulus in Berlin-Moabit.
Der Feierlichen Profess gehen im Dominikanerorden mehrere Jahre des Prüfens voran, sowohl vonseiten des Kandidaten als auch vonseiten der Mitbrüder. Die Orientierungsphase ist dabei keine Formalie: Die Entscheidung, auf Lebenszeit Predigerbruder zu sein, wird aus freiem Willen getroffen.
Biographisches: Pater Christoph Urban Wichmann OP
1978 geboren in Marl, aufgewachsen in Gelsenkirchen-Buer
1999 – 2005 Studium der Katholischen Theologie in Bochum, Innsbruck und Wien
2007 Priesterweihe im Dom zu Essen
Anschließend Kaplan und Schulseelsorger in Essen-Stoppenberg, Jugendseelsorger in Gelsenkirchen
2015 – 2022 Propst an St. Pankratius in Oberhausen-Osterfeld
2022 Eintritt in den Dominikanerorden, Noviziat
2023 Einfache Profess; seither im Konvent Berlin-Moabit assigniert.
Studium Soziales Management an der Alice Salomon-Hochschule (Berlin),
Tätigkeit beim Zweckverband der Katholischen Kitas im Erzbistum Berlin
seit Februar 2026 Geschäftsführer des Verbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK-Bundesverband e. V.)
12. September 2026 geplante Feierliche Profess in der Dominikanerkirche St. Paulus, Berlin-Moabit
Zu Dominikanerprovinz und Orden
Neben dem schwarz-weißen Ordensgewand samt Rosenkranz gibt es einen gemeinsamen „genetischen Code“ für die dominikanische Ordensfamilie: Ihre Aufgabe und Leidenschaft, gut zu predigen für das Heil der Menschen, so wird es seit den Anfängen des Ordens im 13. Jh. definiert. Das bedeutet für Dominikaner heute, Menschen in allen Lebenslagen wahrhaftig ein Gespür zu vermitteln, dass Gott sich ihnen zuwendet, auch an Bruchstellen des Lebens: In Beruf, Freizeit und Gottesdienst geben Dominikaner ihre eigene Glaubenserfahrung auf vielfältige Weise weiter, auch künstlerisch. Dominikanergemeinschaften leben und arbeiten häufig in urbanen Zentren.
Der Dominikanerorden gründete sich zu Beginn des 13. Jahrhunderts innerhalb der katholischen Kirche und gliedert sich in drei Zweige: Brüder, Schwestern und Laien. Sein offizieller Name lautet Ordo Praedicatorum (Orden der Prediger, abgekürzt OP).
Die Dominikanerprovinz des Hl. Albert in Deutschland und Österreich vereint seit ihrer Gründung im Januar 2024 rund 130 Ordensmänner; ihr Provinzialat hat seinen Sitz in Mainz. Das Vikariat Ungarn gehört ebenfalls dazu. Weltweit ist der Dominikanerorden in 35 Provinzen strukturiert, in geografisch-organisatorische Einheiten, in denen die Predigerbrüder gemäß ihrer Ordensregel gemeinschaftlich leben und arbeiten.