Gebetstag für Betroffene sexuellen Missbrauchs Gedenkstein in Buckow erinnert an Betroffene

Anlässlich des Gebetstags für Betroffene sexuellen Missbrauchs am 18. November 2025 stellt das Erzbistum Berlin die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt durch Pfarrer Heinz Teichmann in der Gemeinde St. Hedwig Buckow-Müncheberg dar.

Im Sommer 2021 wurde mit Veröffentlichung des Gutachtens „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich des Erzbistums Berlin seit 1946“ die Betroffenheit der Menschen in der Gemeinde St. Hedwig Buckow-Müncheberg öffentlich bekannt. In Gesprächen mit unmittelbar und mittelbar Betroffenen wurde erarbeitet, welche Schritte es auf dem Weg zu einer Aufarbeitung des Erlebten braucht.

Entgegen dem vor seinem Tod im November 2016 erlassenen bischöflichen Dekret war der des Missbrauchs beschuldigte Pfarrer Heinz Teichmann in Buckow beigesetzt worden. In Anerkennung des Leids und in enger Absprache mit den von Missbrauch Betroffenen wurde die Grabstätte von Pfarrer Heinz Teichmann umgestaltet. Der bisherige Grabstein wurde entfernt und wird durch einen Gedenkstein ersetzt.

Erzbischof Dr. Heiner Koch wird am 6. Dezember 2025, 9.30 Uhr, auf dem Friedhof, Königsstr. 31, 15377 Buckow, diesen Gedenkstein am Grab des Missbrauchstäters Teichmann einweihen. Er soll die Wunden sichtbar machen, so Erzbischof Koch: „Wir sehen die Betroffenen. Möge dieser Stein ermahnen und ermutigen, sich für die Würde jedes Menschen einzusetzen und in diesem Sinne besonders für die Kinder und Schutzbefohlenen.“

Papst Franziskus hat angeregt, jährlich einen Gebetstag für Betroffene sexuellen Missbrauchs zu begehen. Für Deutschland haben die Bischöfe festgelegt, dass dieser von den Kirchengemeinden rund um den 18. November begangen werden sollte, an dem zugleich der „Europäische Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch“ ist.