Gemeinsam Glauben bezeugen Erzbischof Koch stärkt die Rolle der Laien in der Verkündigung

Nach dem Beschluss „Verkündigung im Gottesdienst stärken“ des Synodalpastoralrates auf der letzten Plenarversammlung im Herbst 2025 hat sich Erzbischof Dr. Heiner Koch mit einem Brief an alle Seelsorgenden im Erzbistum gewandt. Darin ermutigt er dazu, getaufte und gefirmte Laien in den Verkündigungsdienst stärker einzubeziehen, um die Frohe Botschaft lebensnah und vielseitig erfahrbar zu machen.

Gemeinsame Verantwortung aller Getauften
Erzbischof Koch betont, dass die Verkündigung des Glaubens kein exklusives Privileg, sondern ein wesentlicher Auftrag für alle Christinnen und Christen ist. In einer Zeit, in der der Glaube oft Mut zur persönlichen Bekennung erfordert, wird die aktive Teilnahme von Laien nicht als bloße Ergänzung, sondern als tiefgreifende Bereicherung des kirchlichen Lebens gewürdigt.

„Die aktive Teilnahme von Laien am Verkündigungsdienst ist kein Notnagel für Ausnahmesituationen, sondern Ausdruck des persönlichen Glaubens und ein gegenseitiger Reichtum“, so der Erzbischof. Ziel ist es, die unterschiedlichen Charismen, Lebenswirklichkeiten und Erfahrungen der Menschen in die liturgischen Feiern zu integrieren.

Wahrung der Tradition und kirchlichen Ordnung
Unter Wahrung des kanonischen Rechts, das die Homilie in der Eucharistiefeier an Sonn- und Feiertagen den geweihten Priestern und Diakonen vorbehält, lädt der Erzbischof dazu ein, die gesamte Bandbreite der kirchlichen Tradition mutig auszuschöpfen. Die Verkündigung soll durch unterschiedliche Perspektiven und unterschiedliche Akteurinnen und Akteure an Lebendigkeit gewinnen. Dazu gehören unter anderem: persönliche Glaubenszeugnisse, die von individuellen Erfahrungen mit Gott berichten oder Dialogpredigten, die das Wort Gottes im gemeinsamen Gespräch erschließen sowie kreative Verkündigungsformen in Wort-Gottes-Feiern. Die leitenden Pfarrer vor Ort sind aufgerufen und ermutigt, interessierte Menschen schrittweise an diese Aufgabe heranzuführen und sie geistlich zu begleiten.

Qualifizierung und Begleitung als Qualitätsmerkmal
Das Erzbistum legt großen Wert darauf, dass dieser Dienst mit hoher Verantwortung und theologischer Fundierung ausgeübt wird. Um die Gläubigen hierfür zu befähigen, bietet das Erzbistum ein umfassendes Schulungsprogramm an.

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