Ökumenische Segenswünsche zum Ramadan von Erzbischof Heiner Koch und Bischof Christian Stäblein

Interreligiöse Verbundenheit und Zusammenhalt in herausfordernden Zeiten

Zu Beginn des Fastenmonats Ramadan am 18. Februar 2026 senden Bischof Dr. Christian Stäblein und Erzbischof Dr. Heiner Koch in einem Schreiben an muslimische Gemeinden und Einrichtungen in Berlin und Brandenburg ihre herzlichen Segenswünsche im Namen der Christinnen und Christen des Erzbistums Berlin und der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Das Grußwort im Wortlaut:

„Zum Beginn des Monats Ramadan senden wir Ihnen im Namen der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und des Erzbistums Berlin herzliche Segenswünsche. In diesem Jahr fallen der Beginn des Ramadan und der christlichen Fastenzeit zusammen. Beides sind Zeiten der Einkehr, der Besinnung auf das Wesentliche, des Verzichts und Nachdenkens. So sind wir im Innehalten, im inneren Rücktritt vom Alltag miteinander verbunden.

In unseren von Spannungen, Kriegen, gesellschaftlichen Umbrüchen und Ängsten geprägten Zeiten gewinnen solche Momente der Einkehr eine besondere Bedeutung: Sie geben Halt, Verbindung, Hoffnung; und sie erinnern an die Werte, die uns verbinden: Friedfertigkeit, Gerechtigkeit, Solidarität, Verantwortung füreinander.

Dabei sind unsere Gedanken immer noch besonders bei den Menschen im Nahen Osten, die unter den Folgen des brutalen Angriffs der Hamas auf Israel und des darauffolgenden Krieges leiden. Seit einigen Wochen denken wir auch an die Menschen im Iran, die für ihre Freiheit kämpfen. Viele von Ihnen haben persönliche Beziehungen in diese Region. Sie haben liebe Menschen verloren oder müssen um ihr Leben und ihr Wohlergehen fürchten. Wir möchten Ihnen unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl ausdrücken. Als Christinnen und Christen, Musliminnen und Muslime ist unsere gemeinsame Hoffnung Gott, der an der Seite aller Opfer steht. Wir beten für Frieden und Freiheit für alle Menschen, bitten um Kraft und Durchhaltevermögen für die, die sich dafür einsetzen.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie beim Fastenbrechen mit Ihren Gemeinden und Familien, mit Nachbarn, Freundinnen und Freunden und in der Gesellschaft eine Gemeinschaft erfahren, die Hoffnung stärkt und Kraft gibt.“