Ökumenische Karfreitagsprozession mit Bischof Christian Stäblein, Erzbischof Heiner Koch, Bischof Emmanuel von Christoupolis
Kriegsbedingte Traumata, Depressionen bei Kindern und Jugendlichen, seelische Folgen von Trauer, sexualisierter Gewalt und Einsamkeit – Die ökumenische Berliner Karfreitagsprozession thematisiert in diesem Jahr unter dem Titel „Wenn die Seele leidet“ das seelische Leiden vieler Menschen. Die Prozession beginnt am 3. April um 11 Uhr im Anschluss an den Karfreitagsgottesdienst in der St. Marienkirche, Karl-Liebknecht-Straße 8, 10178 Berlin. Von dort aus zieht die Prozession mit dem großen grünen Kreuz an der Spitze durch die Berliner Innenstadt. Dabei stoppt sie unter anderem am Berliner Dom, Unter den Linden und am Bebelplatz. An jeder Station werden Erinnerungstexte vorgetragen, die das Leidensthema vertiefen.
Bei der von der Evangelischen Kirche in Berlin Stadtmitte veranstalteten Karfreitagsprozession repräsentieren Bischof Christian Stäblein, Erzbischof Heiner Koch, Bischof Emanuel von Christoupolis und Monsignore Hansjörg Günther, Vorsitzender des Ökumenischen Rates Berlin Brandenburg, durch ihre Teilnahme die ökumenische Glaubensvielfalt. Die Leitung der Prozession liegt bei Superintendentin Silke Radosh-Hinder vom Evangelischen Kirchenkreis Berlin Stadtmitte. Auch in diesem Jahr endet die Prozession in der katholischen Sankt Hedwigs-Kathedrale, wo die drei Bischöfe einen Abschluss-Segen spenden. Die Berliner Karfreitagsprozession kann inzwischen auf eine langjährige Tradition zurückblicken. Jedes Jahr schließen sich dem Prozessionszug mehrere Hundert Gläubige sowie internationale Besucherinnen und Besucher an.