Samstag, 6. Dezember 2025 - Nikolaus
Nikolausaktion in Potsdam, Foto: Andreas Statt
Tat.Ort.Nikolaus in Potsdam
Zu einem Ort der "guten Tat" wurde unlängst der Vorplatz der Peter- und Paul-Kirche in Potsdam. Die dortigen Pfadfinderinnen und Pfadfinder riefen dazu auf, Konservendosen für Bedürftige und Odachlose zu spenden. Jeder, der eine Dose ablieferte, bekam im Gegenzug einen Schokoladen-Nikolaus überreicht, und zwar von einem echten, mit Bischofsmütze, Hirtenstab und Rauschebart.
Das Bonifatiuswerk als Sponsor der Aktion "Tat.Ort.Nikolaus" möchte damit an die Tradition der guten Taten des frühchristichen Heiligen erinnern. Rund 150 Konserven kamen zusammen, darunter reichlich Bohneneintopf, Fischkonserven und sogar Königsberger Klopse.
Vier weitere Tatorte im Erzbistum Berlin
Im Erzbistum Berlin werden mit Unterstützung des Bonifatiuswerkes insgesamt fünf lokale Nikolaus-Initiativen umgesetzt.
Verantwortliche der Pfarrei Heiliger Christophorus Barnim setzen vom 2. bis 10. Dezember ein starkes Zeichen gelebter Nächstenliebe. Ehrenamtliche besuchen gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen insgesamt sieben Einrichtungen, in denen Kinder und Erwachsene leben, die oft mit schwierigen sozialen Bedingungen konfrontiert sind. Die Besuche werden liebevoll gestaltet: Für die jüngsten Bewohnerinnen und Bewohner bereiten die Ehrenamtlichen ein Kamishibai-Erzähltheater sowie Bastelaktionen vor. In allen Einrichtungen wird die Geschichte des heiligen Nikolaus erzählt und es werden Schokonikoläuse verteilt. „Im Heiligen Jahr 2025, das unter dem Motto ‚Pilger der Hoffnung steht‘ möchten wir mit der Aktion Kindern und Menschen aus verschieden Ländern, Kulturen und sozialen Situationen Hoffnung schenken“, sagt Ewelina Lipinska von der Pfarrei.
In der Erstaufnahmeeinrichtung Wünsdorf bei Berlin leben derzeit rund 500 Geflüchtete. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) begleitet sie dort mit Seelsorgeangeboten. Am 5. Dezember stellte der JRS den Bewohnerinnen und Bewohnern den heiligen Nikolaus und das damit verbundene Brauchtum vor. Mehrsprachige Infokarten und ein QR-Code bieten Hintergrundinformationen zu Nikolaus als Patron der Kinder und Armen und betonen seine Botschaft von Nächstenliebe und Barmherzigkeit. Die Aktion soll auch den Einstieg in seelsorgerische Gespräche erleichtern und die Geflüchteten ermutigen, sich mit ihren Sorgen an den JRS zu wenden.
Die Pfarrei Christi Auferstehung lädt in diesem Jahr geflüchtete Mütter und ihre Kinder aus der nahegelegenen Unterkunft in Berlin-Charlottenburg zu einer besonderen Nikolausfeier ein. Rund 160 Personen – überwiegend Mütter mit Kindern sowie einige alleinstehende Frauen – finden im Gemeindesaal von St. Canisius einen warmen, festlichen Ort der Begegnung. Dort werden bei Kaffee, Kakao, Kuchen und Weihnachtsgebäck, gemeinsam Adventslieder gesungen und mit der Jugend von St. Canisius gebastelt. Im Mittelpunkt steht der heilige Nikolaus als Patron der Kinder und als lebendiges Zeichen christlichen Brauchtums. Die Aktion findet heute, am 6. Dezember (16.30 Uhr), statt und möchte den Geflüchteten ein Stück Geborgenheit, Freude und adventliche Hoffnung schenken.
Am Otto-Rosenberg-Platz in Berlin-Marzahn/Hellersdorf, einem Ort, der besonders durch eine große Obdachlosenunterkunft und eine Gemeinschaftsunterkunft für Menschen mit Fluchterfahrung geprägt ist, hat die Manege gGmbH in der Adventszeit ein Zeichen der Hoffnung gesetzt. Am 4. Dezember, von 16 bis 17.30 Uhr, verteilten Jugendliche aus verschiedenen Projekten der Manege Schoko-Nikoläuse an die Bewohnerinnen und Bewohner. „Die kleinen Gesten und die damit verbundenen Gespräche sollen den etwa 2.000 Menschen vor Ort ein Stück Wärme, Aufmerksamkeit und Abwechslung im oft herausfordernden Alltag schenken“, sagt Pater Simon Härting, Leiter der Einrichtung.