Sonntag, 7. Dezember 2025 - 2. Advent

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt ...

Florian Jüllich komme aus Berlin und ist von Geburt an taub. In seiner Familie sind alle hörend und wenn er in die Kirche gegangen ist, war das schwierig für ihn, denn er hat nichts verstanden. Auch nicht die Lieder. Er ist Mitglied der katholischen Gehörlosengemeinde und jetzt auch im ökumenischen Gebärdensprachchor.

Beim "Singen" in Gebärdensprache wird ein Lied übrigens nicht wortwörtlich in die Deutsche Gebärdensprache (DGS) übertragen. Gebärdensprachlieder haben einen eigenen visuellen Ausdruck. Sie vermitteln den Inhalt eines Liedes mit Hilfe von Gebärden, Rhythmus, Mimik und emotionalem Ausdruck. Aber seht selbst.

 

"Ich konnte die Texte lesen, aber ich habe nicht wirklich etwas mitnehmen können. Jetzt sehe ich das alles, ich sehe die Emotionen, die in den Liedern beim Gebärdenchor transportiert werden, das ist in der Gebärdensprache tatsächlich viel ansprechender für mich und nimmt mich viel mehr mit hinein."


 

„In meiner Familie sind alle hörend. Wenn ich in die Kirche gegangen bin, habe ich nichts verstanden. Jetzt sehe ich alles.“