Thomas Kaiser wird zum Diakon geweiht

Am Samstag, dem 17. November 2018, 10.00 Uhr wird Thomas Kaiser durch Weihbischof Dr. Matthias Heinrich in der Kirche St. Nikolaus (Techowpromenade 35-43, 13437 Berlin) in der Pfarrei St. Franziskus zum Diakon geweiht.

Thomas Kaiser wurde 1981 in Ueckermünde geboren, ließ sich mit 20 Jahren evangelisch taufen, konvertierte 2006 in Greifswald in die katholische Kirche, wurde Kirchenmusiker und begann 2010 das Theologiestudium (Bamberg, Erfurt, Würzburg). Für die Zeit des Pastoralkurses ist Thomas Kaiser seit 2016 in der Pfarrei St. Franziskus in Reinickendorf eingesetzt.

Zu seiner Berufung sagt er selbst: „Ich bin in der ehemaligen DDR groß geworden und 18 Jahre meines Lebens als Atheist durch die Welt gegangen. Über die Musik habe ich Kontakt zu einer evangelischen Kirchengemeinde gefunden und als Dank für eine halbjährige Orgelvertretung hat mich die Gemeinde nach Taizé gebracht. Bei unserer Ankunft an einem Samstag abends hatte die Lichterfeier schon begonnen. Ich bin in die Kirche hinein gegangen und habe etwas erlebt, das mir sprichwörtlich den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Es war eine Begegnung mit etwas Personalem, mit etwas, das ich so in meinem Leben noch nie erfahren hatte. Das war nur ein kurzer Augenblick, aber die Woche in Taizé hat mein ganzes Leben umgekrempelt. Ich hatte danach verstanden, das Gott existiert, dass es ihn gibt.

Lange Zeit habe ich überlegt, welchen Weg mein Leben nun gehen kann. Über die Musik und den damaligen Kaplan, der mit missionarischem Eifer unterwegs war, ist der Kontakt zur katholischen Gemeinde in Greifswald entstanden. Durch die Teilnahme am Berufungskreis des Bistums habe ich für mich verstanden, dass ich als diözesaner Priester meiner Sehnsucht nach Gott in meinem Leben Ausdruck verleihen kann.

Ich freue mich als Diakon Zeit zu haben für die Menschen in den Seniorenheimen und den Krankenhäusern und ihnen die Liebe Gottes zu bringen. Das Größte wird sein, dass ich mich als Diakon um die Ausgabestelle von 'Laib und Seele' in Wittenau im Märkischen Viertel kümmern werde. Dort kommen 150 bis 200 Menschen, die hilfsbedürftig sind. Viele Ehrenamtliche investieren dafür an zwei Tagen in der Woche ihre Zeit.“