Vierter Berliner Walk for Home Frauen Schutz geben – zu Hause und in der Gesellschaft, für ein Leben ohne Gewalt

Am 13. September 2026 startet der 4. Berliner Walk for Home auf dem Tempelhofer Feld. Los geht es um 11 Uhr nahe des Eingangs Tempelhofer Damm, 12101 Berlin (S- und U-Bahnhof Tempelhof).

Unter dem Motto „Frauen Schutz geben. Wir schaffen Räume!“ lädt der Caritasverband für das Erzbistum Berlin gemeinsam mit dem Hauptsponsor Guliver Anlageberatung zu einer solidarischen Spendenwanderung für den Gewaltschutz von Frauen ein.

Grußworte zum Veranstaltungsstart sprechen die Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe sowie Caritasdirektorin Ulrike Kostka.

„Der Walk for Home ist ein engagiertes Projekt der Caritas, bei dem ich gern dabei bin. Denn diese Aktion ist eine sichtbare und kraftvolle Reaktion auf die leider steigende Zahl von Gewaltvorfällen gegen Frauen“, so Senatorin Cansel Kiziltepe.

4. Berliner Walk For Home – Mitmachen und Spenden

Die Teilnehmenden können fünf oder zehn Kilometer wandern und dabei Spenden für die folgenden Projekte sammeln, die sich auf der Strecke präsentieren:

  • Caritas-Frauenhaus
  • Caritas-Neuraum – Wohnen nach dem Frauenhaus
  • Caritas-FrauenWohnen – Übergangshaus und Ambulante Wohnungslosenhilfe
  • Duschmobil für wohnungslose Frauen und Mobil „Seifenbüchse“ für Jugendliche des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF)
  • IN VIA – Fachberatungsstelle für von Menschenhandel betroffene Frauen
  • Berliner Stadtmission – Projekte zum Gewaltschutz von Frauen
  • Caritas-Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt (Anklam und Greifswald)

Alle Interessierten werden gebeten, sich hier anzumelden: caritas-berlin.de/walkforhome
Sie erhalten dann alle notwendigen Zugangsdaten und Informationen. Alle, die nicht teilnehmen können, haben die Möglichkeit, den Walk For Home mit einer Spende zu unterstützen. Die angemeldeten Teilnehmenden kommen kurz vor ihrer gewählten Startzeit zum Start/Ziel-Pavillon, dort werden sie eingecheckt und erhalten ihre analoge Stempelkarte. Pro Projektstandort auf dem Feld gibt es einen Stempel als Bestätigung für die erwanderte Strecke. Im letzten Jahr wurden beim Walk for Home 5.000 Kilometer erwandert – in diesem Jahr sind 10.000 Kilometer das Ziel.

Gemeinsam ein Zeichen setzen

Gewalt gegen Frauen findet in Partnerschaften und Familien statt, auf der Straße, am Arbeitsplatz und zunehmend auch im digitalen Raum. Für 2025 wurden in Berlin insgesamt 20.160 Opfer von Delikten in Partnerschaft und Familie in der polizeilichen Kriminalstatistik registriert. 14.210 beziehungsweise 70,5 Prozent waren weiblich.

Sehr häufig bleibt Gewalt unsichtbar. Ein erheblicher Teil der Gewalt wird nicht angezeigt und erreicht damit weder die Polizei noch die amtliche Statistik, daher gibt es eine hohe Dunkelziffer. Durch diese hohe Dunkelziffer der Gewalttaten herrscht entsprechend ein hoher Bedarf an Schutz- und Zufluchtsorten sowie Unterstützung.

Gleichzeitig fehlen in Berlin Schutzplätze und Beratungsangebote für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder. So wurden im Rahmen einer Bedarfserhebung des Zentrums für Evaluation und Politikberatung (ZEP) von Oktober bis Dezember 2025 über 1.390 Kontakte registriert, bei denen ein Schutzplatz für eine gewaltbetroffene Person gesucht wurde. 61 schutzsuchenden Personen konnte in diesem Zeitraum ein sicherer Platz vermittelt werden, aber einem Großteil dieser Kontakte konnte keine sichere Unterkunft angeboten werden. In absoluten Zahlen: 508 schutzsuchende Personen fanden in diesem Zeitraum keinen Platz.

Der vierte Walk for Home macht auf diese Situation aufmerksam. Die Spenden fließen in die Gewaltschutzarbeit des Caritasverbandes und seiner Fachverbände IN VIA sowie Sozialdienst katholischer Frauen. Die Einrichtungen und Projekte helfen dabei, Schutzräume und Beratung zu erhalten und Frauen auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu unterstützen.

„Mit dem Walk for Home wollen wir nicht nur Spenden sammeln. Wir wollen ein Zeichen setzen, denn Gewaltschutz ist eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe. Frauen haben ein Recht auf ein Leben ohne Gewalt und auf ein sicheres Zuhause“, so Caritasdirektorin und Vorstandsvorsitzende Ulrike Kostka.

Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe: „Wir müssen den Schutz und die Beratungen für Frauen weiter ausbauen. Das tun wir konsequent. Soeben haben wir Berlins 10. Frauenhaus eröffnet, im September folgt das 11. Gewalt gegen Frauen lassen wir nicht zu in unserer Stadt. Betroffene Frauen können sich darauf verlassen, dass wir ihnen helfen.“

Der Caritasverband für das Erzbistum Berlin organisiert zum vierten Mal den Berliner Walk For Home - diesmal gemeinsam mit dem Initiator und Hauptsponsor Guliver Anlageberatung sowie der Christiana-Stiftung für den Schutz vor häuslicher Gewalt. Medienpartner ist Radio Paradiso.

Weitere Informationen und Anmeldung: caritas-berlin.de/walkforhome