Ich stehe vor einer Backsteinkirche an der Havel. Sie ist umringt von einem hübschen Gemeindegarten. Wie hoch wohl der Kirchturm sein mag? Auf der linken Seite des Kircheneingangs finde ich eine kleine Tafel mit Informationen. 35 Meter hoch ist der Kirchturm. Der Baustil nennt sich „neoromanisch“ und geweiht wurde die Kirche 1906. Ich befinde mich vor der Kirche Maria Meeresstern in Werder bei Potsdam. Sie gehört zur Pfarrei Allerheiligen im Potsdamer Land – und ist ein Wallfahrtsort. Bereits seit 1943 findet jedes Jahr Mitte August eine Wallfahrt nach Maria Meeresstern statt. Heute kommen die Pilger fast nur noch mit dem eigenen Auto bis vor die Kirche gefahren. Früher kamen sie nahezu ausschließlich mit der Bahn und zogen dann betend und singend den rund drei Kilometer langen Weg zur Kirche. Darüber und was Menschen bis heute motiviert, an dieser Wallfahrt teilzunehmen, möchte ich gerne mehr erfahren. Aus diesem Grund bin ich mit Pfarrvikar Raphael Weichlein sowie drei Mitgliedern des Kirchengemeinderats verabredet. Wir treffen uns im Gemeindehaus direkt neben der Kirche.