Ein wenig wird er sich gefühlt haben wie sein heiliggesprochener Vorgänger, der Pommernmissionar Bischof Otto. Denn auch wenn die Straßen sicherlich besser geworden sind als vor 900 Jahre, weit sind die Wege immer noch. Über Strapazen der Reise hat Erzbischof Dr. Heiner Koch nicht geklagt, aber doch vielfach von der erlebten Vielfalt religiösen Lebens zwischen Ostsee, Universitätsstadt und den weitern Vorpommerns berichtete.
Bei Pizza und Getränken konnte er mit Ministrantinnen und Ministranten, Pfadfindern, der Küstenjugend, der Katholischen Studierendengemeinde und der kath. Studentenverbindung ins Gespräch kommen.
Wenn in wenigen Tagen Gespräche mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf dem Programm stehen sowie fast alle Orte kirchlichen Lebens, fällt die Auswahl schwer. Erwähnt werden sollen neben der Jugend daher hier nur die Senioren, für die auch Zeit im strammen Programm der Visitation war.
Zum Abschluss feierten alle, die es einrichten konnten, Gottesdienst in Anklam – manchmal hinter der Ostsee und Greifswald ein wenig in die zweite Reihe gedrängt.
Visitation zu halten ist eine der vornehmsten Pflichten eines Bischofs, die Erzbischof sehr ernst nimmt. Natürlich muss er auch in die „Bücher“ der Pfarrei schauen, viel wichtiger ist ihm aber die Zeit für Begegnungen und Gespräche, und natürlich gibt es auch Raum für Kritik.