Hilfe für raumsuchende Religionsgemeinschaften Wenn Religionen keinen Raum finden

Frederic Jagew-Bowler, Bild: ©katholisch.de/stz

In Berlin fehlt Raum – auch für kleinere Religionsgemeinschaften. Eine neue Koordinierungsstelle soll die Gemeinschaften bei der Raumsuche unterstützen, kirchliche Immobilien besser vermitteln und Kooperationen fördern.

Wer schon einmal in Berlin eine Wohnung gesucht hat, weiß, wie schwer dieses Unterfangen ist. Seit Jahren ist der Berliner Immobilienmarkt stark überlastet, zu viel Nachfrage stößt auf zu wenig Angebot. Diese frustrierende Erfahrung machen nicht nur Studierende, Singles oder Familien, sondern auch Religionsgemeinschaften, die in der Stadt nach Räumlichkeiten für ihre Gottesdienste oder ihr Gemeindeleben suchen.

Gerade kleinere Gemeinschaften stehen dabei vor besonderen Herausforderungen. Oft fehlen ihnen die finanziellen Mittel, um auf dem freien Markt mitzuhalten. Gleichzeitig brauchen sie meist größere Versammlungsräume – ein Segment, das vor allem im Zentrum Berlins besonders knapp ist. "Bei größeren Räumlichkeiten wird die Suche schnell aussichtslos", sagt Frederic Jage-Bowler, der seit September vergangenen Jahres die neue Koordinierungsstelle zur Mit- und Mehrfachnutzung von Räumen durch Religionsgemeinschaften beim Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg (ÖRBB) leitet, die sich um genau dieses Problem kümmern soll.
 

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