Das Leitmotiv der diesjährigen WMS-Aktion war der Vers aus Psalm 39. Dieser Psalm über die Vergänglichkeit des Menschen erinnert daran, wie kostbar das Leben ist.
Das Leben der Menschen in Papua-Neuguinea und auf der pazifischen Inselgruppe Melanesiens ist bedroht. Der steigende Meeresspiegel droht die Heimat der Menschen zu verschlingen. Salzwasser dringt ins Landesinnere vor und zerstört Nutzpflanzen sowie Trinkwasservorräte. Vor allem Frauen engagieren sich für eine reale Zukunft auf den Inseln, doch Teilhabe an Entscheidungen in ihren Gemeinschaften wird ihnen oft verwehrt. Häufig erleiden sie Gewalt. Anhand der Gäste und Gästinnen aus Melanesien und am Beispiel konkreter Geschichten von Frauen war und ist es missios Ziel ihrer Stimme Gehör zu verleihen. Auch im Erzbistum Berlin konnten wir die Stimme der missio-Partner hörbar werden lassen.
Mit Helen Hakena und Kardinal John Ribat waren zwei wichtige Vertreterinnen und Vertreter aus Papua-Neuguinea in Berlin unterwegs. Den Auftakt machte der Austausch mit Teilnehmenden des Gesprächsformates „Offener Kreis“ in der Gemeinde St. Georg. Dort konnte Helen Hakena von ihrer Insel Bougainville erzählen und über die aktuelle Situation in Papua-Neuguinea. Sie machte auch auf die aktuellen Entwicklungen aufgrund des Klimawandels aufmerksam und berichtete, dass die ersten Klimaflüchtlinge weltweit aus der Inselregion im Pazifik stammen. Weitere Termine fanden u.a. im Auswärtigen Amt, im Bundestag und im Katholischen Büro Bund statt. Die beiden Gäste äußerten in den Gesprächen immer wieder den Wunsch, dass wir die Menschen in Papua-Neuguinea und in Ozeanien nicht vergessen dürfen und dass wir für sie eintreten sollen. Dort, wo sie auf internationaler Bühne und auf der politischen Ebene nicht vertreten sind, sollen wir als Europäer und auch die Bundesregierung ihre Repräsentanten sein. Sie zählen auf unsere Solidarität.
Weitere Informationen zum diesjährigen WMS finden Sie auch bei missio unter: