Wer bei uns arbeitet, wirkt an der Sendung mit Erzbistum Berlin definiert christliches Profil für katholische Einrichtungen

Wann ist eine Einrichtung katholisch? Im Erzbistum Berlin gibt es dafür jetzt ein klar definiertes Profil. Generalvikar Manfred Kollig erklärt, was das für kirchliche Einrichtungen bedeutet und warum damit das kirchliche Arbeitsrecht in der Realität angekommen ist.

"Katholische Einrichtungen sind geprägt durch das christliche Gottes- und Menschenbild", heißt es in der Grundordnung des kirchlichen Dienstes, die Ende 2022 grundlegend reformiert wurde. Seither wird nicht mehr an der privaten Lebensführung von Beschäftigten festgemacht, wie katholisch eine kirchliche Einrichtung ist: An die Stelle von Loyalitätsobliegenheiten für Mitarbeitende ist die Pflicht des Dienstgebers getreten, den kirchlichen Charakters der Einrichtung zu schützen und zu stärken. Das Erzbistum Berlin hat nun festgelegt, wie dieses Profil aussehen soll. Auf knapp anderthalb Seiten wird definiert, was das Christliche in kirchlichen Einrichtungen ausmacht. Im katholisch.de-Interview erläutert Generalvikar Pater Manfred Kollig, was das Profil ausmacht – und wie er es selbst als Chef des Generalvikariats umsetzt.

Frage: Herr Generalvikar, das Erzbistum Berlin hat ein "christliches Profil katholischer Prägung" für kirchliche Einrichtungen definiert. Warum?

Kollig: Die neue Grundordnung des kirchlichen Dienstes sieht vor, dass der Dienstgeber die Verantwortung hat, ein Profil festzulegen, aus dem sich dann Leitbilder von Einrichtungen ergeben. Das ist ein großer Unterschied zum vorherigen kirchlichen Arbeitsrecht. Das Profil liegt in der Verantwortung der Institution, aber wir haben es nicht von oben herab verordnet, sondern gemeinsam mit vielen Vertreterinnen und Vertretern von Dienstgeber- und Dienstnehmerseite entwickelt.

Frage: Wie hat sich das Verständnis des kirchlichen Arbeitsrechts verändert?

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