Liebevolle Begleitung mit großem Herz

Die Malteser feierten zum 90-jährigen Bestehen ein buntes Fest. Foto: Malteser Berlin/Julian Stähle

Die Malteser feierten das 90-jährige Bestehen ihres Hilfsdienstes im Erzbistum. Beim Jubiläum wurde an die eigenen Wurzeln erinnert. Erzbischof Koch ermutigte sie: „Lasst euch das Vertrauen auf Gott nicht nehmen!“

"Tausend Dank!", rief Jörg Freiherr Frank von Fürstenwerth, ehrenamtlicher Diözesanleiter des Malteser Hilfsdienstes Berlin, den vielen Haupt- und Ehrenamtlichen zu, die sich beim Jubiläumsfest zum 90-jährigen Bestehen des Malteser Hilfsdienstes im Erzbistum versammelt hatten. „Wir sind immer an der Seite der Menschen, mit ganzem Herzen und voller Leidenschaft“ – ganz gemäß dem Leitwort „Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“. In seiner Festansprache betonte der Diözesanleiter, dass „wir zusammen mit den anderen Berliner Hilfsorganisationen einige PS auf die Straße bringen, wenn wir unsere Kräfte bündeln und uns den Herausforderungen des Rettungsdienstes stellen“.

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner überbrachte herzliche Glückwünsche. Er sei „unendlich dankbar“ für alles, was die Malteser gemäß ihrem Motto „Weil Nähe zählt“ für die „Metropole mit Spaltungstendenzen“ leisteten. „Wenn Menschen in Not sind, sind Malteser zur Stelle und setzen sich für die Mitmenschen ein“, betonte er. Liebevolle Begleitung und großes Herz hätten sie auch bei der seelischen Begleitung von Ukraine-Flüchtlingen gezeigt.

Ohne ehrenamtliches Engagement wäre Berlin viel ärmer, hielt Wegner fest. „Wir brauchen Sie und Ihre unfassbar vielfältigen Angebote in der Stadt.“ Tag für Tag sorgten Malteser für Licht, Hoffnung und Trost – und das bei zunehmender Einsamkeit vieler. Zuversicht sei beim Angehen sozialer Sprengkräfte unverzichtbar.

Christliches Wertegerüst und stetes Neuerfinden

In einem Rückblick auf die 90-jährige Geschichte der Malteser in Berlin fragte von Fürstenwerth nach den Gründen für den Erfolg. Er benannte zwei Aspekte: ein festes Wertegerüst mit christlicher Basis und ein stetes Neuerfinden, um sich auf veränderte Notlagen einzustellen. Dabei gelte es, keinen Reformstau zuzulassen, um Berlin weiter lebenswerter zu machen.

In seiner Predigt beim Festgottesdienst dankte Erzbischof Heiner Koch den Maltesern für ihr Gottvertrauen. „Lasst euch dieses Vertrauen auf Gott nicht nehmen!“ Malteser stünden dafür, dass Gott den Menschen nahe sei. Diese Botschaft gehe über alle medizinischen Leistungen hinaus. „Auch wenn es für dich keine irdische Hoffnung mehr gibt, du hast Grund zum Vertrauen“, sei die Zusage für alle. Das sei weder Utopie noch Träumerei, weil alle Menschen von Gott geliebt seien.