Nur alle JubeljahreErzbischof Heiner Koch öffnete anlässlich des Jahres der Barmherzigkeit die Heilige Pforte

Wer durch die Heilige Pforte geht, bekundet damit symbolisch seine Bereitschaft, das Anliegen des Jahres umzusetzen. Foto: Walter Wetzler

„Öffnet mir die Tore zur Gerechtigkeit, damit ich eintrete, um dem Herrn zu danken.“ Mit diesen Worten öffnete Erzbischof Heiner Koch am 17. Januar die Heilige Pforte in der Dominikanerkirche St. Paulus in Berlin-Moabit. „Das ist das Tor zum Herrn, nur Gerechte treten hier ein“, sprach Erzbischof Koch und dann trat er als Erster mit erhobener Bibel durch die Heilige Pforte.

Sieben Werke der Barmherzigkeit

Tage zuvor wurde die Tür rechts neben dem Haupteingang der Klosterkirche mit einem Rahmen verziert. Dort werden auf sieben runden Bildern die Werke der Barmherzigkeit dargestellt. Sie sind auch rechts an der strahlend weißen Wand zu lesen, wenn man den Raum betritt: Hungrige speisen, Durstige tränken, Nackte bekleiden, Kranke besuchen, Fremde aufnehmen, Gefangene befreien und Tote bestatten. Auf der gegenüberliegenden Wand stehen die geistliche Werke der Barmherzigkeit: Unwissende lehren, Irrende beraten, Trauernde trösten, Sünder zurechtweisen, Lästige ertragen, Beleidigungen verzeihen und für andere beten.
Nach dem Bischof gingen nicht nur die Konzelebranten, sondern auch Gottesdienstbesucher hindurch.
Nicht alle – einige blieben bei der Kälte drinnen und konnten so auch sicher sein, ihren Sitzplatz in der vollkommen überfüllten Kirche nicht zu verlieren. Erstmals gibt es in diesem Jubeljahr, dem Heiligen Jahr der Barmherzigkeit, auf Wunsch von Papst Franziskus weltweit Heilige Pforten in den (Erz-)Bistümern und nicht allein in Rom. Mit Ausnahme des Bistums Essen hat jeder deutsche (Erz-)Bischof mindestens eine Heilige Pforte benannt, zu der die Gläubigen im Jahr der Barmherzigkeit pilgern können – häufig sind das besondere Kirchentüren in den Kathedralen wie zum Beispiel im Kölner Dom, im Freiburger Münster oder an bekannten Wallfahrtsorten wie in Altötting, Kornelimünster, Rosenheim oder Kevelaer. St. Paulus wurde ausgewählt, weil sich verschiedene Aspekte von Kirche dort gruppieren: Neben der Pfarrgemeinde und dem Dominikanerkloster liegt eine Beratungsstelle der Caritas auf dem Gelände des Klosters, unweit gelegen ist die katholische Schule St. Paulus.

Pforte durchschreiten, umsich mit Gott zu versöhnen

Die Idee der Heiligen Pforte zum Jahr der Barmherzigkeit ist in Berlin wie überall auf der Welt die gleiche: Pilger sind eingeladen, die Pforte zu durchschreiten, um sich mit Gott zu versöhnen. Die Pforte wird bis zum 20. November geöffnet sein.

Weitere Informationen zum Jubeljahr und der Heiligen Pforte

werden an die Gemeinden verschickt.