Wie soll man die Stimmung beschreiben? Berlin in Rom: Den Segen aus Berlin dankbar nach Hause tragen

Ein Stück Berliner Mauer steht in den Vatikanischen Gärten. Hier stellten die Pilger Kerzen auf. Denn darum ging es ja in der Wallfahrt: Um Dank für den Fall der Mauer.

Berlin. Der Tag des Herrn hat dazu aufgerufen, Eindrücke von der Bistumswallfahrt zu schildern. Hier der Bericht von Claudia Laurien-Kehnen:

Viele fragen: „Na, wie war’s?“ – „Toll!“ rufe ich sofort. Aber dann wird es schon etwas schwieriger: wie soll man eigentlich die Stimmung und das Erlebte aus Rom beschreiben? Die Ewige Stadt beeindruckt – wahrscheinlich – jeden Besucher. Es ist ein faszinierendes, geschichtsträchtiges Fleckchen Erde: Wer hier nicht schon alles gewandelt ist, vorbei an großartigen Gebäuden. In welch alten Kirchen durften wir gemeinsam beten. Und doch nehme ich vor allem

Berlin wieder mit nach Hause – die erlebte Gemeinschaft. Nicht nur während der Gottesdienste oder während eines spontanen gemeinsamen Gebetes. Auch die Pilger- Unterkunft bei den wunderbaren Missionsbenediktinerinnen, der immer größer werdende Strom von gelben Pilgerschal-Trägern auf dem Weg zum Petersplatz, der Einzug in den Petersdom, das sich zufällig in der U-Bahn treffen, erschöpft eine Pizza zu teilen oder, zusammen zum Zug zu eilen – um dann doch den falschen erwischt zu haben. Oder sich nach dem Abschlussgottesdienst im Garten vonSankt Paul vor den Mauern bei Pasta und Wein auszutauschen. Rechts und links wird lebhaft diskutiert – angestoßen von den vorangegangenen Predigten und sicherlich angefeuert durch unseren Erzbischof Koch und seinen Aufruf, für den Glauben mehr „zu brennen“. Wollte ich etwas hervorheben, wäre das die abendliche Lichterprozession durch die Vatikanischen Gärten hin zur Mariengrotte und zum Berliner Mauerstück. Was mir bleibt, und vielleicht geht es dem ein oder anderen ähnlich, ist, das Erlebte, die Freude und den erhaltenen Segen dankbar nach Hause zu tragen und weiter zu geben. Ich freue mich auf die nächsten Begegnungen hier in Berlin – auch ohne Pilgertasche oder gelben Schal.