Papst Johannes Paul II. in Berlin

Während eines Gottesdienstes am 23. Juni 1996 im Berliner Olympiastadion nahm  Papst Johannes Paul II. die Seligsprechung von zwei NS-Opfern vor: Dompropst Bernhard Lichtenberg und Karl Leisner (1915-1945), der als Diakon 1939 verhaftet und im KZ Dachau eingesperrt wurde, wo er durch einen inhaftierten französischen Bischof heimlich die Priesterweihe empfing; kurz nach der Befreiung starb er an den Folgen der Haft.

Schon einmal, im September 1975, hatte der damalige Erzbischof von Krakau, Kardinal Karol Wojtyła, die Grabkapelle des Berliner Dompropstes besucht.

Nicht zum ersten oder einzigen Mal war Josef Kardinal Ratzinger, seit 2005 Papst Benedikt XVI., im Dezember 1979 in Berlin. Seine Predigt beim Requiem für Kardinal Bengsch am 21. Dezember in der West-Berliner St. Matthias-Kirche ist aber in besonderer Erinnerung; am darauffolgenden Tag nahm er an der Beisetzung des Berliner Kardinals in der St. Hedwigs-Kathedrale teil.

(Arbeitsstelle für Zeitgeschichte, Ursula Pruß)