Die erste Woche nach den Ferien ist immer aufregend: Neuigkeiten sind auszutauschen, womöglich gibt es eine neue Klassenleitung, wo waren die anderen im Urlaub, usw.
Besonders aufregend muss es sein, wenn nicht nur das Schuljahr neu ist, sondern die ganze Schule. Das war die große Neuigkeit für alle, die am Katholischen Schulzentrum Edith Stein (KSES) Erzieherin, Erzieher oder Sozialassistenten werden wollen. Denn ihre ganze Schule ist in den Ferien umgezogen. Sie bildet nun gemeinsam mit der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) einen sozialen Bildungscampus in Berlin-Karlshorst.
Auf das gewohnte zu verzichten, vermutlich einen längeren Schulweg in Kauf nehmen zu müssen, wird ausgeglichen durch renovierte Unterrichtsräume und verbesserte Rahmenbedingungen: die benachbarte Hochschule hat eine Bibliothek und Mensa, die sie nutzen dürfen. Außerdem können sie schon mal Eindrücke gewinnen, wie es ist, wenn man nach der Ausbildung selbst studieren will.
Es ist uns als katholische Kirche ein wichtiges Anliegen, dass die Ausbildung der dringend benötigten Fachkräfte auf der Grundlage des christlichen Menschen- und Weltbildes fußt. Die Ausbildung steht dabei allen Interessierten offen – unabhängig von ihrer Konfession oder Weltanschauung.
Wir verstehen unser Engagement aber nicht nur als eine nüchterne Investition in Fachkräfte. Denn jedes Kind ist ein einzigartiges Abbild Gottes. Es ist uns etwas wert, sie gut ausgebildeten, verantwortungsvollen Menschen anvertrauen zu können – schließlich wird in den Kindertageseinrichtungen ein wesentlicher Baustein für die lebenslangen Bildungswege gelegt. Ebenso wichtig ist es für uns aber, dass die Auszubildenden persönlich wachsen können und sich mit den für ihre Arbeit so wichtigen Themen wie Werte- und Glaubensbildung, Lebensgestaltung und Prävention befassen. In der Schulgemeinschaft unterstützen sich alle gegenseitig und wachsen gemeinsam.
Ich wünsche allen einen guten Start Gottes Segen!